Gastronomie Basel
Kostspieliger Genuss: Im «Beef7» gibt’s das teuerste Steak der Stadt

Das «Beef7» an der Grünpfahlgasse ist nichts für kleine Geldbeutel, denn hier lässt man stolze 169 Franken für ein Stück Fleisch liegen.

Deborah Gonzalez
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Zur Mittagszeit ist das «Beef7» an der Grünpfahlgasse leer.

Zur Mittagszeit ist das «Beef7» an der Grünpfahlgasse leer.

Kenneth Nars

Wer die Adresse des «800 Grad Premium Steakhouse» sucht, wird nicht mehr fündig. Das Restaurant hat seine Pforten geschlossen, um sie unter einem ganz neuen Namen, an einem ganz neuen Ort wieder zu öffnen. Aus dem «800 Grad» am Riehenring wird das «Beef7» an der Grünpfahlgasse. Und das ist noch nicht alles an Veränderungen: Das Steakhouse ist jetzt dort zu finden, wo bis vor einigen Wochen noch das ziemlich neue «Capo» war.

Vor nicht einmal einem Jahr hat das italienische Restaurant der Wyniger-Gruppe eröffnet. Ein vielbesuchtes Restaurant sollte es werden, lange überlebt hat es aber nicht. Der Webseite ist zu entnehmen, dass das Restaurant momentan pausiert. Die Coronamassnahmen könne man nicht richtig umsetzen und somit könne man auch das ursprüngliche Konzept nicht mehr durchsetzen. Zu wenig Platz, zu wenig Abstand. Nun sei man auf der Suche nach einem neuen Standort, um das Restaurant wieder zu eröffnen. Jetzt soll das ehemalige «800 Grad», das vor über einem Jahr ebenfalls von der Wyniger-Gruppe aufgekauft wurde, besser an dem Standort performen, als es der Vorgänger getan hat.

Mehr bezahlt man nirgendwo in Basel

Ein Augenschein: Während am Mittag alle Bars und Cafés rund um das «Beef7» voll sind, sitzt niemand an den schwarzen Tischen des Steakhouse. Auch der Geruch nach Holzofen und frischem Fleisch scheint inmitten der Mittagspause niemanden in das Restaurant einzuladen. Vielleicht liegt es aber auch an den Preisen der Menus. Ein Blick auf die Speisekarte zeigt, dass das Restaurant nichts für den kleinen Geldbeutel ist. Während man für 200 Gramm «Premium Rindsfilet» vom Grill 48 Franken zahlt, muss man für eine Holzofen-Fleischplatte zum Teilen stolze 169 Franken hinblättern.

Das teuerste Steak der Stadt ist ein 1-Kilogramm-«Wolowina Tomahawk», das mit Pommes-Frites und einer Sauce nach Wahl serviert wird. Es soll ein besonderer Schnitt aus dem Rücken des Rindes sein, das den gesamten Rippenbogen des Tieres enthält – so viel zur Erklärung für den stolzen Preis. Das Vorbild: Die USA. Das Fleisch im «Beef7» soll genauso schmecken wie jenes in den amerikanischen Steakhäusern. Dafür soll ein eigens aus den USA eingeführter Grill mit Temperaturen von über 350 Grad Celsius sorgen. Das kostspieligere Fleisch wird aber in einem Holzofen mit sehr hohen Temperaturen zubereitet. «Ein einmaliges Erlebnis», steht auf der Seite. In dieser Form soll es das hierzulande nur in Basel geben.

Auch für die Wyniger-Gruppe ist es ein neues Konzept. Ob das teure Fleisch bei den Baslern ankommt, wird sich zeigen. Wie Inhaber Raphael Wyniger die hohen Preise erklärt, bleibt offen. Denn für eine Auskunft war er für diese Zeitung bis dato noch nicht zu erreichen.