Ausstellung

Kran holt Exponate aus Gladiator-Ausstellung im Antikenmuseum Basel

Viele der antiken Schätze im Antikenmuseum dürfen im Zuge der Lockdown Lockerungen wieder zu ihren Leihgebern zurück.

Viele der antiken Schätze im Antikenmuseum dürfen im Zuge der Lockdown Lockerungen wieder zu ihren Leihgebern zurück.

Das Antikenmuseum Basel sitzt seit über zwei Monaten auf antiken Schätzen, die es nicht mehr loswerden darf. Wegen des Lockdowns war es nicht möglich, Rücktransporte von Exponaten zu den Leihgebern durchzuführen. Jetzt hat sich die Lage entspannt. Heute Montag, 25. Mai 2020, wird ein Kran erste Kisten mit Ausstellungsgegenständen aus dem Museum transportieren. Danach können sie sich auf den Heimweg machen.

Andrea Bignasca, Direktor des Antikenmuseums, schreibt: «Wegen des Krans werden wir ausnahmsweise unser Bistro mit dem Innenhof schliessen müssen, und wir hoffen, dass es nicht in Strömen regnet.» Die Kostbarkeiten waren für die Gladiator-Ausstellung in Basel zusammen getragen worden. Die international beachtete Schau endete verfrüht, zwei Tage vor Verkündung des Lockdowns am 16. März. Danach machten sich Mitarbeitende des Museums zusammen mit Experten von Umzugsfirmen daran, die Gegenstände fachgerecht abzubauen. Bei Schwertern, Schildern, Helmen und Münzen war das weniger herausfordernd. Komplizierter gestaltete sich die Prozedur bei Gegenständen wie etwa Grabplatten und Steinreliefen. Vor allem bedingte das Verpacken das Einverständnis der «Gläubiger»; darunter befinden sich klingende Namen wie etwa das Archäologische Nationalmuseum Neapel, der Parco archeologico del Colosseo, das Museo Nazionale Romano sowie die Kapitolinischen Museen in Rom.

Auch der Kulturminister will ein Wörtchen mitreden

In der Regel ist bei delikaten Arbeiten Personal der Leihgeber vor Ort. Hinzu kommt, dass die italienischen Exponate zumeist dem Staat gehören – das Antikenmuseum musste sich also jeweils auch das Okay des italienischen Kulturministeriums einholen.

Geplant war, dass die Gladiator-Ausstellung schon im April ins Archäologische Nationalmuseum nach Neapel weiterzieht. Laut Bignasaca hat die Museumsleitung jetzt entschieden, die Ausstellung erst im Januar 2021 durchzuführen. Die Italiener hätten befürchtet, dass bei einem früheren Datum das Publikum wegbleiben könnte – aus Angst vor dem Coronavirus.

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