Saint-Louis

Krawall-Jugendliche greifen Drämmli an – Sicherheit kostet BVB tausende Franken

Auf der grenzüberschreitenden Tramlinie 3 wurden in Saint-Louis immer wieder Trams attackiert und Chauffeure angegangen. Seit November begleitet deshalb Sicherheitspersonal die Drämmli über die Grenze. Das kostet die BVB eine Menge Geld.

Die Kosten für Sicherheitsmassnahmen auf der Tramlinie 3 ins Elsass gehen mittlerweile in die Tausenden von Franken. Das geht aus der schriftlichen Antwort der Basler Regierung auf eine Interpellation von SVP-Grossrat Eduard Rutschmann hervor.

Ende November hatte die bz bekannt gemacht, dass BVB-Tramchauffeure seit den Sommerferien bei Fahrten nach Saint-Louis immer wieder in brenzlige Situationen geraten waren. Worauf die Basler Verkehrs-Betriebe begannen, privates Sicherheitspersonal einzusetzen.

In den ersten beiden Wochen des Einsatzes seien die Trams jeden Abend auf französischem Boden von zwei Sicherheitsmitarbeiter begleitet worden. Die Kosten dafür betrugen 9000 Franken. Seit Ende November fahre das Sicherheitspersonal jeweils am Freitag- und Samstagabend von 19.45 Uhr bis Betriebsschluss sowie unter der Woche zu unterschiedlichen Zeiten mit, was die BVB rund 3000 Franken pro Woche koste. Die Massnahme werde so lange aufrechterhalten, bis sich die Situation wieder beruhigt habe, schreibt die Regierung.

In den Wochen zuvor war Trampersonal bedrängt und bespuckt worden. Es kam zu Schlägereien zwischen Jugendlichen, die auch die Schienen blockiert hatten, um die Weiterfahrt zu behindern, oder zu Steinwürfen gegen Trams. (dba)

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