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«Kreative contra Corona»: Die Plakate kommen jetzt auch noch ins Museum

Der Aufruf zur Gestaltung von Plakaten, die den Umgang mit der Coronakrise abbilden, führte zu einem Ruck im kreativen Basel. Professionelle Grafikerinnen und Grafiker sowie Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich mit Einsendungen – so vielen, dass alle Beteiligten von «Kreative contra Corona» überwältigt wurden.

Über 200 Plakate erreichten die Redaktion der bz, welche die Aktion unterstützte, darunter auch viele Varianten und Entwürfe. Seit dieser Woche sind die Plakate auf den Stelen von Clear Channel in der Region zu sehen. Das immense Feedback rief auch die Plakatsammlung der Schule für Gestaltung Basel auf den Plan. Sie wird die Werke in ihren Bestand integrieren und für die Nachwelt konservieren.

Ebenso begeisterte sich das Basler Rappaz Museum, das sich der grafischen Kunst und Gestaltung widmet. So sehr, dass es ab 4. Juni eine Ausstellung mit Corona-Plakaten im Klingental 11 gibt – natürlich unter Einhaltung aller Schutzmassnahmen. Freilich haben nicht alle Plakate in der kleinen Institution Platz, also musste eine Jury eingesetzt werden, um die Kuratierung der Kollektion unabhängig sicherzustellen. Sie tagte vergangenen Freitag unter Teilnahme von Patrick Marcolli, Chefredaktor bz, Philipp Messner, Leiter der Basler Plakatsammlung, Mathias F. Böhm, Geschäftsführer Pro Innerstadt, sowie Marketingchefin Dominique Reinhard-Huppertz und Direktor Stephan Fricker von der Merian Iselin Klinik, welche die Aktion massgeblich unterstützten.

Geplant war das ursprünglich nicht. Vorgesehen war, die Plakate in der bz im Print sowie Online zu zeigen – als Leistungsschau der Kreativwirtschaft in einer absoluten Krisenzeit. Alles Weitere entstand dank der Basler Dynamik, die sich im Kreativen stets besonders ausgeprägt zeigt.

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Die Ausstellung im Rappaz Museum beginnt am Donnerstag, 4. Juni 2020, um 18 Uhr im Klingental 11 in Basel.

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