Die Altlasten sind unerwartet mitten im Flussbett zu Tage gekommen, wie der Kanton Basel-Stadt am Mittwoch mitteilte. Unter dem natürlichen Geschiebe auf dem Flussboden sei eine Betonplatte entdeckt worden, die offensichtlich zum Abdecken von früher eingelagertem Fremdmaterial diente.

Die Analyse des Aushubmaterials hat ergeben, dass dieses einen hohen Gehalt an polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) enthält. Zwei der analysierten Stoffe sind krebserregend, wie es beim Amt für Umwelt und Energie (AUE) auf Anfrage hiess.

Damit keine Schadstoffe in den Fluss gelangen, sei der Fundort mit einem Kiesdamm abgesichert und wieder zugeschüttet worden. Das AUE und das Tiefbauamt klären gemäss Mitteilung nun ab, wie die Altlast saniert werden kann.

Ursprung der Schadstoffe unklar

Woher das im Flussbett der Wiese abgelagerte Fremdmaterial stammt, ist gemäss Kanton noch unklar. Dies müsse das Tiefbauamt im Rahmen der Sanierung indes versuchen zu klären, wie es beim AUE weiter hiess. Vorlegen muss das Tiefbauamt dem Amt für Umwelt und Energie vorgängig ein Sanierungskonzept.

PAK entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von Biomasse oder fossilen Brennstoffen wie Holz, Kohle oder Erdöl. In der Schweiz stammen sie vor allem aus Heizungen, der Industrie und dem Strassenverkehr. Die Stoffgruppe umfasst eine grosse Zahl organischer Verbindungen, viele davon sind nachweislich krebserregend.

Der Fluss Wiese wird seit Ende Juni 2016 zwischen dem Freiburgersteg und der Mündung in den Rhein revitalisiert. Ziel ist es, das Flussbett so umzugestalten, dass für mehr Tiere und Pflanzen neuer Lebensraum entsteht, wie es weiter hiess. Die Gesamtkosten werden auf rund 10 Millionen Franken geschätzt.