Gastronomie
Kultige Kaffeestube am Rheinsprung muss schliessen

Die «Elfdausigjumpfere-Kaffistube» am Rheinsprung 12 ist Geschichte. Ein Aushang am Eingang der Stube macht unmissverständlich klar: «Kaffee, Kuchen und Kreativität ist Vergangenheit.

Rahel Koerfgen
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Die kultige Kaffeestube muss nach über 35 Jahren schliessen.

Die kultige Kaffeestube muss nach über 35 Jahren schliessen.

bz

Nach über 35 Jahren müssen wir die lieb gewonnene Stube leider schliessen. Wir Frauen der Elftausendjumpfere-Stube.» Damit geht ein kultiges Kapitel in einer geschichtsträchtigen Lokalität zu Ende.

Der Name «Elfdausigjumpfere» soll sich der Legende nach auf die Heilige Ursula beziehen, die im 5. Jahrhundert mit elftausend Jungfern auf der Pilgerfahrt nach Rom in Basel Halt gemacht und über die Martinstreppe zur Kirche aufgestiegen sein soll. Eine Gedenktafel an der Hauswand erinnert zudem an Wibrandis Rosenblatt, eine der ersten evangelischen Pfarrfrauen in Basel.

Gründe noch unklar

Die Kaffeestube, die von verschiedenen Frauen in Freiwilligenarbeit betrieben wurde, befand sich in der ehemaligen Waschküche im Parterre des Pfarrhauses und wurde 1984 eröffnet. Alkohol wurde hier nie ausgeschenkt, dafür Kaffee, Tee und kalte Getränke. Ausserdem gab’s immer eine feine Auswahl an leckeren, hausgemachten Kuchen. Regelmässig stellten auch Künstler aus und verkauften ihre Werke.

Warum die kultige Kaffeestube schliessen musste, liess sich bis Redaktionsschluss nicht erörtern. Ein Twitter-User, der ein Foto des Aushangs gepostet hatte, vermutet, dass der Betrieb wegen Corona zu wenig Besucher anlockte. Ein regelmässiger Besucher der Stube vermutet derweil, es liege daran, dass keine Nachfolge gefunden werden konnte.

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