«Schwieriges Geschäft»
Kulturvertragspauschale: Basler Kulturschaffende zeigen sich noch vorsichtig optimistisch

Die Regierungen beider Basel haben entschieden, die Eckwerte des künftigen Kulturvertrags zu überprüfen. Bei den betroffenen Kulturinstitutionen sind jedoch noch viele Fragen offen.

Daniel Ballmer
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Die Basler Gare du Nord (im Bild die Oper «Lamento») wird heute ausschliesslich von Baselland subventioniert. Dies soll sich mit dem neuen Kulturvertrag ändern.

Die Basler Gare du Nord (im Bild die Oper «Lamento») wird heute ausschliesslich von Baselland subventioniert. Dies soll sich mit dem neuen Kulturvertrag ändern.

zvg

Noch ist die Skepsis nicht ganz gewichen. Derzeit aber überwiege die Hoffnung, meint Felix Heri. Die Haltung des Geschäftsführers von Basel Sinfonietta scheint stellvertretend zu stehen für die 15 Basler Kulturinstitutionen, die aufgrund des verlängerten Kulturvertrags nun mindestens noch ein Jahr länger rund zehn Millionen von Baselland erhalten. Kommt hinzu, dass die beiden Kantonsregierungen versichern, dass es für die betroffenen Institutionen keine finanziellen Einbussen geben solle.

«Nach wie vor viele Fragen»

Noch zeigen sich die Kulturschaffenden aber erst vorsichtig optimistisch: Es scheine sich auch jetzt noch um ein «schwieriges Geschäft» zu handeln, sagt Uwe Heinrich vom Jungen Theater Basel, das mit 365'000 Franken vollumfänglich aus der Kulturvertragspauschale subventioniert wird. «Sonst müsste man es nicht um ein Jahr verschieben.»

Das Sinfonieorchester Basel erhält heute rund zwei Millionen Franken über den Kulturvertrag. Geschäftsführer Franziskus Theurillat beurteilt die Verkündung der beiden Regierungen durchaus positiv, weil die Finanzierung so ein weiteres Jahr lang gesichert ist. Es bestünden aber nach wie vor «viele Fragen, was die Zukunft danach betrifft».

Ebenfalls optimistischer in die Zukunft blicken die Kulturinstitutionen mittlerweile, was ihre Spielpläne angeht. Noch vor einem Jahr hatten sie die fehlende Planungssicherheit beklagt. Aufgrund der drohenden Einsparungen sei es kaum möglich, mittel- und längerfristig zu planen und entsprechende Verträge einzugehen.

Nun aber wird weitergeplant wie gehabt. «Wir haben in der Vergangenheit schon genügend bewiesen, dass wir so flexibel sind und auch relativ kurzfristig reagieren können, sollte es die Situation erfordern», sagt Theurillat. Ganz ähnlich tönt es von Heri: «Ein Abwarten hätten wir uns nicht leisten können, sonst wären wir sehr schnell weg vom Fenster gewesen.»

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