Stadtleben
Kunst als Zwischennutzung: Littmanns «Central Station» schliesst

Das Ende der Zwischennutzung «Central Station» steht kurz bevor. Ende Dezember endet, was vor zwei Jahren im Keller des Baus an der Sternengasse 19 als grossangelegte Installation einer Stadt unter der Stadt begonnen hatte.

Andreas Schwald
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Angeschrieben ist die Central Station von Klaus Littmann wie eine Untergrundstation. Nicole Nars-Zimmer
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Nur noch wenige Tage wird die Rolltreppe zur Stadt unter der Stadt führen. Nicole Nars-Zimmer
«Central Station» schliesst
Die Gestaltung passte bis ins letzte Detail. Nicole Nars-Zimmer
Ein Velogeschäft. Nicole Nars-Zimmer
Blick vom Erdgeschoss auf die Installation «Central Station». Nicole Nars-Zimmer

Angeschrieben ist die Central Station von Klaus Littmann wie eine Untergrundstation. Nicole Nars-Zimmer

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Eine Stadt unter der Stadt. So war das Projekt «Central Station» von Kunst- und Kulturunternehmer Klaus Littmann aufgebaut: Eine gewaltige Kulisse im Untergeschoss der Sternengasse 19. Über eine Rolltreppe ging es in die nachgebaute Welt einer Untergrundbahn-Station, wie sie Basel nie hatte und vielleicht erst mit der Realisierung des S-Bahn-Projekts «Herzstück» erhalten wird – also frühestens in ein paar Jahrzehnten.

In der Nacht auf Samstag, 22. Dezember, ist nun Schluss, was vor zwei Jahren als Zwischennutzung im Bau des Architekturbüros «Diener&Diener» begonnen hatte, wie Littmann am Montag mitteilte. Im Projekt enthalten war längst nicht nur eine grossartige Kulisse, sondern auch mehrere Geschäfte, Ausstellungsräume und ein Barbetrieb.

Nachfolge noch offen

Insgesamt umfasste die Installation eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern. Gebaut worden war die Untergrundwelt von Franz Burkhardt nach einer Idee von Littmann. Was nachher in die Räumlichkeiten kommt, ist noch offen, wie es auf Nachfrage bei der Liegenschaftsverwaltung Madiba hiess. Nach wie vor bestehen bleibe aber die «Escape Station». Ebenfalls in Betrieb bleibt laut Mitteilung der Barbershop.

Littmann selbst blieb auch während der Zeit des «Central Station» weiterhin aktiv. Zuletzt realisierte er in Basel vom 12. bis 25. Oktober die Installation «Jardin des Planètes», die zwölf von Künstlern gestaltete Ballone als Planeten über dem Kleinbasler Ufer schweben liess.