Zu sehen ist die Eichenholztafel seit diesem Freitag, wie Karen N. Gerig vom Kunstmuseum Basel gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Zu sehen sind zwei Heilige - Johannes der Täufer und der gleichnamige Evangelist und Apostel - unter einem Baldachin stehend mit einer Kreuzigung auf der Rückseite der Tafel.

Das Bild ergänzt das Kabinett mit früher altdeutscher und altniederländischer Malerei und übertrifft im Alter ein kurz nach 1400 in Wien entstandenes Diptychon mit Darstellungen des Schmerzensmannes und der Madonna mit Kind.

Das neu in Basel ausgestellte Tafelbild stammt aus der Sammlung des jüdischen Industriellen Harry Fuld (1879–1932) aus Frankfurt. Dessen Haupterben wurden in Nazi-Deutschland grosse Teile des nachgelassenen Kunstbesitzes entzogen.

Das jetzt im Kunstmuseum ausgestellte Tafelbild fiel aber zuvor an eine Schwester Fulds, die das Deutsche Reich rechtzeitig verlassen konnte, und es ist bis heute in der Familie weitervererbt worden.