Stadtfestival
Kurt Cobains enger Freund soll das Publikum ans Open Air Basel locken

Am 14. und 15. August findet zum sechsten Mal das Open Air Basel auf dem Kasernenareal statt. Die Veranstalter locken erneut mit einem Mix aus aufstrebenden Jungmusikern und bekannten Grössen wie Mark Lanegan.

Céline Feller
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So sieht das Programm des Open Air Basel aus
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Mark Lanegan ist laut Festivalleiter Sandro Bernasconi das grösste Highlight am diesjährigen Open Air Basel.
Der Londoner SOHN ist momentan überall im Gespräch.
Sie sind wohl der Inbegriff der deuschen Indie-Band: The Notwist
Die schwedische Synthpop-Band Little Dragon spielt mit ihrem Namen auf die asiatische Herkunft ihrer Frontfrau an.
Michael Kiwanuka bringt mit seiner souligen Stimme auch ruhigere Momente ans Open Air Basel.
Maribou State liefern am Open Air Basel ihr Schweizer Bühnendebüt.
Neben den sechs Acts, die abends auftreten, bieten die Veranstalter wieder das bewährte Rahmenprogramm für Gross und Klein an.

So sieht das Programm des Open Air Basel aus

Robin Trachsel

«Kurt ist gestorben, aber Mark lebt noch.» Dies sei einer der häufigst gesagten Sätze, wenn man über Mark Lanegan spreche – und über dessen guten Freund Kurt Cobain, den Frontmann von Nirvana.

Sichtlich stolz erzählt Sandro Bernasconi diese Episode an der Medienorientierung des Open Air Basel. Stolz, weil er, in der Funktion als Festivalleiter, ebendiesen Mark Lanegan nach Basel holen konnte. Am 14. August tritt der ehemalige Frontmann der Band «Screaming Trees» an der sechsten Ausgabe des Festivals auf dem Kasernenareal auf.

«Lanegan hatte ein bewegtes Leben», so Bernasconi über den Mann, der zeitweise auch Sänger der Band «Queens of the Stone Age» war. Die ganze Zeit über arbeitete der Amerikaner aber auch an seiner Solo-Karriere. Seine Solo-Tracks veröffentlicht er jeweils unter dem Künstlernamen «Mark Lanegan Band». Damit wollte er den diversen an seinen Alben mitwirkenden Gastmusikern Tribut zollen. Und unter diesem Namen wird er auch in Basel auftreten.

Mix aus alt und aufstrebend

Der seit Jahren im Musik-Business wirkende Lanegan steht für einen Teil des Konzepts des Open Airs Basel: der Verpflichtung bewährter Musiker. Der andere Teil des Konzepts sind Engagements von aufstrebenden und weitestgehend noch unbekannten Acts. «In diese Kategorie fällt beispielsweise Sohn», so Bernasconi. Der Londoner sei momentan überall im Gespräch. Am Open Air Basel kommen die Besucher am Samstag in den Genuss seiner Musik.

Grundsätzlich versuche die Festivalleitung, Acts für ein breites Publikum zu verpflichten. «Schliesslich streben wir danach, als Stadtfestival wahrgenommen zu werden, dann müssen wir auch verschiedenes Publikum ansprechen.» Das Open Air sei sowohl für Fanatiker als auch für Familien gedacht.

Bewährtes Rahmenprogramm

Neben den sechs Acts, die abends auftreten (neben den erwähnten Musikern treten noch Little Dragon, The Notwist, Michael Kiwanuka und Maribou State auf), bieten die Veranstalter auch wieder das bewährte Rahmenprogramm an.

An den Nachmittagen findet das Gratisprogramm «NomiDance!» statt, bei dem das gemütliche Zusammensein und das Tanzen im Zentrum stehen sollen. Ausserdem finden wieder die Aktionen von Viva con Agua statt. Bis 2012 trug das Open Air Basel den Namen des international tätigen Netzwerkes.

Das grösste Highlight wird aber dennoch Mark Lanegan sein. «Er ist eine Kultfigur, allein schon dadurch, dass er noch am Leben ist.»