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Lächeln und winken: Google Street View ist in beiden Basel unterwegs

Bitte lächeln, wenn Sie dieses Auto sehen: Google-Street-View-Auto

Bitte lächeln, wenn Sie dieses Auto sehen: Google-Street-View-Auto

Der Internet-Konzern Google ist in beiden Basel zu Besuch. Mit den Kameras von Street View werden Strassen und Landschaften aufgenommen. Die bz klärt in sieben Fragen das Wichtigste dazu.

Was ist Google Street View?

Street View bietet allen mit Internetzugang die Möglichkeit, Strassen, Plätze und Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt zu sehen, ohne selber vor Ort zu sein. Diese Orte können im Internet in einer 360-Grad-Ansicht erlebt werden. Virtuelle Stadtrundgänge oder ein Ausflug in die Antarktis werden möglich. Street View gehört zum Kartendienst Google Maps und dem Geoprogramm Google Earth.

Welche Gemeinden in Basel-Stadt und Basel-Landschaft werden heute erfasst?

Die Street-View-Autos sind seit dem 8. Mai wieder in der Schweiz unterwegs. Heute in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland. Basel-Stadt: Basel, Riehen. Baselland: Aesch, Allschwil, Arlesheim, Biel-Benken, Binningen, Birsfelden, Bottmingen, Bubendorf, Ettingen, Frenkendorf, Füllinsdorf, Gelterkinden, Laufen, Lausen, Liestal, Münchenstein , Muttenz, Oberwil, Pratteln, Reinach, Sissach, Therwil. Wann genau die Bilder aufgeschaltet werden, ist noch nicht klar. Google teilt mit, dass dies sechs bis zwölf Monate dauern kann.

Wo überall sonst gibt es Street View?

In der Schweiz sind die Street-View-Autos erstmals im Jahr 2009 aufgefahren. Datenschützer übten Kritik. Bereits im Mai 2007 stellte Google den Dienst in der kalifornischen Stadt San José vor. Mittlerweile ist ein Grossteil der USA und Australiens erfasst und auch Europa ist bereits sehr detailliert erkundbar.

Wie läuft die Erfassung ab?

Die Autos sind mit einer Kamera ausgestattet. Ein ganzer Tross - gemäss Google zwischen 10 bis 20 Autos - fährt die Strassen ab. Die Bilder werden dann zu einem 360-Grad-Panorama-Bild zusammengefügt. Mittlerweile werden auch Wanderer oder Biker mit Kameras ausgerüstet und auf unwegsames Gelände geschickt.

Erleichtert Street View den Einbrechern die Arbeit?

Die Angst ist da, dass Einbrecherbanden noch vom Ausland aus die Orte erkunden und ihre Zielobjekte ausfindig machen könnten. «Bebilderungen, die im Internet zugänglich sind, können Einbrechern helfen», sagt Martin Schütz, Mediensprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements Basel-Stadt. «Aber: Es ist nicht die einzige Möglichkeit. Die Zielobjekte müssen vor Ort erkundet werden. Ein weiterer Punkt ist, dass die Aufnahmen, die im Internet zugänglich sind, eine Momentaufnahme sind.» Immerhin: Seit dem Bundesgerichtsurteil 2009 zum Datenschutz darf Google die Kameras nur noch auf Augenhöhe montieren. Vorher waren die Kameras an einer 3 Meter hohen Stange befestigt.

Was kann ich tun, um bei Google Street View zu erscheinen?

Etwas Geduld ist für dieses Unterfangen die Voraussetzung. Stellen Sie sich einen Tag lang an eine Strasse. Die Chance ist gross, dass Sie dabei von den Kameras aufgenommen werden. Ob Sie dann gleich Ihren nackten Allerwertesten präsentieren wollen, wie es so viele Menschen rund um den Erdball bereits gemacht haben, liegt in Ihrem eigenen Ermessen.

Was passiert, wenn ich von Street View Aufgenommen werde?

Sie sind auf den Bildern im Internet zu finden. Google hat aber eine Software eingerichtet, die automatisch alle Gesichter verwischt. Eine hundertprozentige Garantie gibt es allerdings nicht. Darum hat Google eine Funktion eingeführt, wo Sie sich melden können, wenn Ihr Gesicht nicht verwischt wurde. Bei Spitälern und ähnlichen Einrichtungen muss Google eine vollständige Anonymisierung gewährleisten.

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