Riehen
Landgasthof: Begehbarer Weinkeller ist das Tüpfelchen auf dem i

Ein Rundgang durch den Riehener Landgasthof vermittelt heute den Eindruck: Da ist noch viel zu tun bis zum 1. März. Dann nämlich treten die ersten Gäste nach achtmonatiger Renovation über die Schwelle des Restaurants.

Muriel Mercier
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Der Landgasthof Riehen erscheint in neuem Kleid. Bald ist die Eröffnung
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Landgasthof Riehen - Pächter Pierre Buess
Landgasthof Riehen - Bürgerkeller
Landgasthof Riehen - Festsaal
Landgasthof Riehen - Küche
Landgasthof Riehen - Der Weinkeller
Landgasthof Riehen - Restaurant Le Francais
Landgasthof Riehen - Festsaal
Landgasthof Riehen - Gaststube
Landgasthof Riehen - Im Weinkeller

Der Landgasthof Riehen erscheint in neuem Kleid. Bald ist die Eröffnung

Martin Töngi

Laut Pächter Pierre Buess sieht es nach mehr Arbeit aus, als es ist, denn viel sei nicht mehr zu tun und die Baustelle sei schnell aufgeräumt. Die Fensterfront vor der Terrasse ist mit Baugerüst verstellt, die Böden in sämtlichen Räumen sind mit hellblauem Karton bedeckt, die Lampen in Plastiksäcken eingepackt, Kabel und Werkzeug liegen auf den Abstellflächen und in jedem Zimmer sind Arbeiter eifrig am Werken.
War es bis Mitte 2011 ein Restaurant mit Hotelzimmern, sind daraus nun die Eichenstube, der Bürgerkeller als Fumoir, das Restaurant Le Français und die Gaststube geworden. «Mir ist wichtig, dass der Landgasthof ein Restaurant für jedermann ist.» Wer also in der Gaststube neben dem Haupteingang Platz nimmt, bekommt bürgerliche, italienische Küche. Der Raum erscheint heller als früher, die Stühle und Lampen sind neu und die Stube wurde neu isoliert. Tischtücher gibt es keine - dies, um die ungezwungene Atmosphäre der Dorfbeiz zu erhalten.
Gourmet mit französischer Küche
Gleich gegenüber befindet sich die Eichenstube. Dort wurde das Parkett abgeschliffen - «es war schon immer da, aber man konnte es nicht mehr erkennen», schmunzelt Buess. «Die Eichenstube soll flexibel nutzbar sein und kann jeden Tag anders aussehen.» Damit meint der 50-Jährige in erster Linie, man könne beliebig Sessel stuhlen und eine Bar bewirten.
Als erste grosse Überraschung für regelmässige Landgasthof-Besucher ist wohl das Restaurant Le Français im hinteren Teil des Erdgeschosses. Der frühere knapp drei Meter schmale Schlauch wurde ausgebaut zu einer grossen Fläche mit einer riesigen Fensterfront, die sich ganz öffnen lässt. Hier wird den Restaurantbesuchern moderne oder klassische französische Küche serviert. «Die Gemeinde Riehen wollte, dass im neuen Landgasthof auch Gourmet angeboten wird», sagt der ehemalige Stucki-Inhaber.

Auf die Le-Français-Gäste wartet mit dem begehbaren Weinkeller im Untergeschoss eine weitere Überraschung. Dort unten liegen rund 1000 Flaschen Wein auf, aus denen man seinen Favoriten aussuchen kann, führt Buess aus. Der älteste ist ein Château d'Yquem aus dem Jahr 1904. Dieser ist für 3500 Franken zu haben. «Aber wir haben auch Wein ab hundert Franken im Angebot.» Und: «Wer einen Namen nicht kennt, kann mit dem iPod, den wir auflegen, im Internet recherchieren.» Neben den teuren Tropfen liegt der Riehener Schlipfer auch im Regal.
Gute Akustik im Festsaal
Zu einem weiteren Highlight gehört zudem der renovierte grosse Festsaal mit Bühne, der früher eher düster daherkam, wie Buess ausführt. «Die Akustik ist hier sehr gut, es haben sich Basler Orchester gemeldet, die im Festsaal CD-Aufnahmen machen wollen», ist er stolz.
Pächter Pierre Buess ist rundum zufrieden mit dem neuen Landgasthof. «Die Erwartungen an uns sind natürlich gross», weiss er. Er und seine Partnerin Nora Dokhane werden neben ihren 19 Angestellten mitarbeiten:. Zudem steht David Benoît, der als zweiter Küchenchef im Restaurant Stucki hinter der Herdplatte stand, in der Küche.
Vernissage Morgen für geladene Gäste, Eröffnung am 1. März, Baselstrasse 38