Rheinterrassen

Landschaftsschutz erhebt Einsprache gegen geplante Rheinterrassen am Rheinufer

Basel versinkt im Nebel.

Landschaftsschutz wehrt sich gegen geplante Rheinterrassen am Rheinufer.

Basel versinkt im Nebel.

Die geplanten Rheinterrassen sehen flussseitig eine grosse Plattform vor. Laut Medienmitteilung der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz sei diese aber aus Gewässerschutzgründen gar nicht bewilligbar.

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz fordert die Streichung der geplanten Plattform am Rheinufer. Die nötige Rheinböschungssanierung dürfe durch das Vorhaben ausserdem nicht verzögert werden.

Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Basel 2020 sollen am Kleinbasler Rheinufer zwischen Wettsteinbrücke und Mittlerer Brücke temporäre Bauten zur Aufwertung des Rheinufers realisiert werden. Die Bauten bestehen aus einer abgestuften Holzterrasse auf einer Länge von 28 Metern auf der Rheinuferböschung, aus einer in das Flussbett gebauten Holzplattform von 48 x 3.6 m und aus vier Blockbänken. Die vorgesehene Betriebsdauer ist ab 04.05.2020 auf ca. 3 Jahre bis maximal zum Beginn der Rheinufersanierung beschränkt. Die Terrasse ist eine Erweiterung der bestehenden Betonstufen und bietet zusätzliche 150 Sitzplätze.

Laut ihrer Medienmitteilung kritisiert die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz in ihrer Einsprache verschiedene Unklarheiten des Vorhabens. So werde beispielsweise aus den Auflageakten nicht klar, nach welchen bau- und planungsrechtlichen Grundlagen dieses Vorhaben bewilligt werden soll. Einerseits befinde sich das Vorhaben ausserhalb der Bauzonen und andererseits im Gewässerraum. Eine Holzplattform von 168 m2 Fläche auf der offenen Flusstrecke gelte als Überdeckung von Fliessgewässern, die gemäss Gewässerschutzgesetz untersagt sei. 

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz beantrage deshalb den Verzicht auf die geplante Holzplattform. In den entsprechenden Unterlagen fehle eine eigentliche Rückbauverpflichtung und es bestehe die Gefahr, dass die nötige Rheinböschungssanierung durch die Rheinterrassen verzögert werden könne. 

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