Basel
Leiter des Papiermuseums hat 30'000 Franken veruntreut

Am Mittwoch ist das Arbeitsverhältnis des Geschäftsleiters der Basler Papiermühle mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden. Er soll insgesamt 30'000 Franken veruntreut haben.

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S. S. soll zugegeben haben, dass er viermal in die Museumskasse griff.

S. S. soll zugegeben haben, dass er viermal in die Museumskasse griff.

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«Finanzielle Ungereimtheiten haben das Vertrauensverhältnis beeinträchtigt, so dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich war»: So teilte die Papiermühle am Freitagabend die Trennung von ihrem Geschäftsleiter mit. Am Mittwoch wurde das Arbeitsverhältnis mit einer gegenseitig unterzeichneten Auflösungsvereinbarung per sofort beendet.

Insgesamt 30'000 Franken soll S. S. veruntreut haben, wie OnlineReports berichtet. Der in Luzern wohnafte Mann soll zugegeben haben, dass er in den Jahren 2010, 2011 und 2014 viermal in die Museumskasse griff.

Durch «reinen Zufall» entdeckt

Stiftungsratspräsidentin Christine Heuss bestätigt die Angaben. «Reiner Zufall» sei es gewesen, dass der Fall ans Licht gekommen ist: «Im Hinblick auf eine neue Sonderausstellung wurden Rechnungen nochmals nachgeschlagen», sagt sie der bz. Mithilfe eines auf Betrugsfälle spezialisierten Büros konnte die aufgekommene Vermutung schliesslich erhärtet werden.

«Wir gehen davon aus, dass er den Betrag - wie in der Vereinbarung festgehalten - zurückbezahlt». Eine Anzeige hat die Papiermühle nicht eingereicht, doch da es sich um ein Offizialdelikt handelt, wird der Fall von der Strafverfolgungsbehörde von Amtes wegen verfolgt werden.

Bis auf Weiteres wird die Führung des Museums von der erweiterten Geschäftsleitung übernommen. (jan)

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