Basel-Stadt
Lesen Sie einmal, was die Polizei in der letzten Nacht auf Trab gehalten hat

In der Nacht auf Dienstag mussten die Mitarbeiter der Kantonspolizei Basel-Stadt wegen pöbelnden Betrunkenen, fluchenden Zechprellern, waghalsige Jugendlichen und verwirrte Trommlern ausrücken.

Merken
Drucken
Teilen
Polizei Basel-Stadt: Die Ordnungshüter hatten in der Nacht auf Dienstag viel zu tun.

Polizei Basel-Stadt: Die Ordnungshüter hatten in der Nacht auf Dienstag viel zu tun.

Keystone

Pöbeleien, Schlägereien, Saufgelage: Rund 40 Mal musste die Kantonspolizei Basel-Stadt in der Nacht auf Dienstag ausrücken. Vier Einsätze waren besonders spektakulär - oder auch nur skurril:

• Kurz nach 19 Uhr schnappte die Polizei in der Nähe des Erasmusplatzes einen Mann, der zuvor von der Johanniterbrücke aus ein gutes Dutzend Musikinstrumente in den Rhein geworfen hatte. Der Mann, so die Polizei, habe einen verwirrten Eindruck gemacht. Die meisten seiner Instrumente – Trommeln und sogenannte Bongos aus Holz – konnten wieder aus dem Wasser gefischt werden.

• Gegen 23 Uhr stiess die Polizei am Aeschengraben auf drei Jugendliche, welche von Dach zu Dach und von Mauer zu Mauer sprangen. Bei den «Jungs», wie sie die Polizei nennt, handelte es sich um so genannte Traceure, welche die Gebäude als Übungsfeld für ihren waghalsigen Sport nutzten. Sie kassierten eine Busse.

• Nach Mitternacht rief ein Bewohner eines Hauses am Bläsring mehrmals die Polizei an, weil er sich von einer Person belästigt fühlte, die immer wieder an seine Türe klopfte. Die ausgerückte Polizei-Patrouille steiss jedoch auf keinen nächtlichen Störenfried, sondern nur auf den Mann, der sie gerufen hatte. Der war so stark betrunken, dass kein vernünftiges Gespräch mehr mit ihm möglich war. Zudem machte er lau Polizei «argen Radau». Er musste zur Ausnüchterung auf die Clarawache.

• Gegen 5 Uhr morgens meldete eine Millieubeiz im Kleinbasel einen Zechpreller, der seine Rechnung in der Höhe von fast 700 Franken nicht bezahlen wollte oder konnte. Vor Ort erklärten die Restaurantbetreiber den Polizisten dann allerdings, dass sie keine Anzeige erstatten wollen - schliesslich handle es sich bei dem Mann schon fast um einen Stammgast.

Der vermeintliche Stammgast - ein «Monsieur mit Wohnsitz in Frankreich», wie die Polizei schreibt - hatte denn auch gar keine Freude am Besuch der Polizei. Er bezeichnete die Ordnungshüter unter anderem als «Arschlöcher» und «Gaddafis». Er wird nun in Form eines Strafbefehls zu Kasse gebeten.

Der sturzbetrunkene Herr - ein Atemlufttest ergab 2,37 Promille - musste seinen Rausch ebenfalls auf der Clarawache ausschlafen. (bau)