Lindan-Staub
Lindan-Staub in Basel: Novartis stoppt Bodensanierung in Hüningen

Novartis hat die laufende Sanierung einer Giftgrube im französischen Grenzort Hüningen gestoppt, nachdem die Basler Behörden Lindan-Staub auf Stadtboden gefunden hatten. Ohne neue Massnahmen könnten sich dort unerwünschte Mengen davon akkumulieren.

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Der Boden ist bis 14 Meter unter der Erdoberfläche mit Altlasten des Pestizides Lindan verschmutzt.

Der Boden ist bis 14 Meter unter der Erdoberfläche mit Altlasten des Pestizides Lindan verschmutzt.

Nicole Nars-Zimmer

Novartis hat die Sanierung des Geländes der früheren Kläranlage am Dienstag vorläufig gestoppt, nachdem die Basler Behörden ihre neuesten Messergebnisse dem Konzern sowie der französischen Umweltbehörde DREAL mitgeteilt hatten. Dies sagte ein Sprecher des Lufthygieneamtes (LHA) beider Basel am Mittwoch auf Anfrage.

Das LHA hatte zusammen mit dem baselstädtischen Amt für Umwelt und Energie bereits Anfang September in Basel Spuren von Lindan gefunden. Die damals nach Medienberichten genommenen Wischproben lagen unter dem Prüfwert des Bundesamtes für Umwelt. Entsprechend ging die erste Einschätzung der Behörden nicht von einem Risiko aus.

Inzwischen wurden auch Proben genommen, die Rückschlüsse über die Niederschlagsmenge zulassen. Von diesen Sieben-Tage-Messungen lägen erst vorläufige Ergebnisse vor, die noch zu validieren seien, hiess es im LHA weiter. Diese Ergebnisse sind jedoch deutlich genug, dass das bisherige Vorgehen bei der Sanierung überprüft werden muss.