Die Grünliberalen hatten bei den Wahlen im Oktober 2016 nur noch vier Parlamentssitze erzielt. Damit fielen sie unter die Limite für die Zulassung zur Verteilung der Kommissionssitze. Inzwischen ist auch noch ein GLP-Mitglied - deren Regierungspräsidiums-Kandidatin - zur FDP-Fraktion abgesprungen.

Gespräche für eine künftige Fraktionsgemeinschaft mit der GLP in der Amtsperiode 2017 bis 2021 sind derweil erfolglos geblieben. Die bisher insgesamt acht GLP-Kommissionssitze werden so an die anderen Fraktionen verteilt.

Die vorberatenden Kommissionen haben jeweils grossen Einfluss auf die Vorlagen, die das Parlamentsplenum entscheidet. Damit die Sitzvergabe in geordneten Bahnen verläuft, haben die Fraktionen nun wie üblich die Verteilung untereinander abgesprochen, wie die Grossratspräsidentin am Samstag mitteilte.

LDP gewinnt 7 Kommissionssitze

Über alle zwölf Kommissionen gezählt, legt die SP vier Kommissionssitze zu und das Grüne Bündnis (GB) zwei. Das bürgerliche Lager erbt damit nur zwei der GLP-Sitze. Zwischen den einzelnen Kommissionen kommt es überdies zu punktuellen Verschiebungen der Fraktionssitze.

Indes ist die LDP - entsprechend ihrem guten Ergebnis der Parlamentswahl - eigentliche Siegerin des Kommissionsdeals: Sie legt insgesamt sieben Sitze zu, während die FDP vier Sitze verliert und die SVP einen. Die CVP/EVP kommt auf gleich viele Sitze wie bisher.

Diese Zahlen beziehen sich auf den per 19. Oktober 2016 publizierten Stand der Kommissionssitze. Seither hat allerdings ein Mitglied des Grünen Bündnis', das für dieses in der Geschäftsprüfungskommission sitzt, zur SP gewechselt. Dieser Wechsel nach den Wahlen und noch vor Legislaturbeginn hat Irritationen ausgelöst.

Bei den Parlamentswahlen hatten Rot-Grün und Bürgerliche zugelegt: SP (+1) und Grünes Bündnis (+1) sowie auch die LDP (+4) gewannen Sitze, während FDP (-2), CVP (-1) und GLP (-1) Mandate verloren. Das rot-grüne Lager legt damit um zwei Mandate auf 48 der 100 Sitze zu. Die Rechte steht aktuell bei 49 Parlamentssitzen, die GLP bei drei.