Basel

Linksradikales Bündnis greift OSZE in Basel an

Vorgeschmack auf den OSZE-Gipfel: Parolen der Demonstration vom vergangenen Wochenende beim Basler Erasmusplatz.

Vorgeschmack auf den OSZE-Gipfel: Parolen der Demonstration vom vergangenen Wochenende beim Basler Erasmusplatz.

Unter dem Slogan «OSZE angreifen» ruft ein linksradikales Bündnis dazu auf, das Treffen der Aussenminister Anfang Dezember in Basel zu zerschlagen.

Diese Woche hat es bei der Polizei ein Gesuch für eine Demonstration eingereicht, wie diese gegenüber der Basler Ausgabe der «Schweiz am Sonntag» bestätigt. Nun werde es geprüft.

Den linksradikalen Gruppierungen ist das gemeinsame Feindbild abhanden gekommen. Einst war dies das World Economic Forum (WEF) in Davos. Doch der Protest gegen das Wirtschaftstreffen hat sich totgelaufen. Nun soll der gleiche Kampf mit neuem Feindbild wieder aktiviert werden. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat in der Öffentlichkeit ein positives Image hat, da sie als Friedensförderin gilt. Das Protest-Bündnis will nun auf die Doppelrolle der OSZE-Länder aufmerksam machen. Diese würden selektiv Krieg führen. Als neues Feindbild soll die OSZE die linke Bewegung einen. Bisher ist dieses Unterfangen allerdings gescheitert. Das Bündnis ist nicht breit abgestützt.

Als theoretische Grundlage bezieht es sich Recherchen der Basler Ausgabe der „Schweiz am Sonntag“ auf Literatur aus dem Umfeld des Instituts für Soziologie der Universität Basel. Dessen Mitarbeiter distanzieren sich, wenn auch nur zaghaft.

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