Premiere

Lippenstift und Lifestyle in der Joggelihalle

An der «Lipstick Convention» können Beautytrends entdeckt werden.

An der «Lipstick Convention» können Beautytrends entdeckt werden.

Am 17. und 18. November geht die Beauty-Messe «Lipstick Convention» über die Bühne.

Quietschiges Pink, vergnügt lächelnde junge Frauen: Die Website kommt klebrig süss daher, und das ist bei der ersten Beauty-Messe in Basel Programm. Die «Lipstick Convention», die am Wochenende in der neuen St. Jakobshalle stattfindet, spreche «Girls» im Alter von 16 bis 40 Jahren an, sagt Veranstalter Alexander Huser. Auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern könne man «einen unvergesslichen Mädelstag» erleben. «Wir wollen keine High-End-Ladys ansprechen, sondern junges Publikum, das Beautytrends entdecken will und den Austausch mit Influencern sucht», sagt der Sissacher. Einer der Stars am Event: Die Transfrau Raffaela Zolo, in den Sozialen Medien bekannt als Raffa’s Plastic Life mit tausenden Followern. Die Haarfarbe der Bündnerin: Pink.

Unter den 28 Ausstellern sucht man grosse Namen allerdings vergebens – ausser der der britischen Kosmetikkette Lush ist kein bekannter Konzern dabei, auch kein Label aus dem boomenden Naturkosmetikbereich. Dafür lokale Stylisten, Beautykliniken, die Basler Visagistenschule Glossarium. Das sei kein Zufall, sagt Huser: «Wir wollen was Ausgefallenes bieten. Uns ist wichtig, dass sich die Besucherinnen stylen und beraten lassen können.»

Beauty stösst auf Interesse

Insgesamt werden 20 000 Besucher in der Joggelihalle erwartet. Insgesamt, weil die «Lipstick Convention» im Rahmen der «Fitnessexpo» stattfindet. Diese laut Huser grösste Fitnessmesse der Schweiz wird zum vierten Mal durchgeführt; im vergangenen Jahr zählte man 17 000 Eintritte. «Das Thema Beauty ist bei den Besuchern auf grosses Interesse gestossen. Deshalb haben wir uns entschieden, die ‹Lipstick Convention› ins Leben zu rufen», sagt Huser. Wenn diese gut ankommt, kann er sich «durchaus» vorstellen, zu expandieren und sie eigenständig laufen zu lassen – etwa in Zürich. Auch strebt er eine Kooperation mit einem Grossverteiler an, so wie es bei der «Glowcon» in Berlin mit dem Drogeriemarkt der Fall sei.

Huser selber bezeichnet sich als Fitness-Dinosaurier und Lifestylespezialist, preist an, in den 1980er-Jahren als einer der ersten in der Schweiz in Pratteln ein Fitnessstudio eröffnet zu haben. Zudem gründete er 2005 die Viva-Figurstudios für Frauen, die sich mittels Franchising in Windeseile verbreiteten und Alexander Huser anfangs nur Lob einbrachten, gar einen Finalplatz beim Swiss Economic Award 2008. Im Jahr 2012 ging die AG dann aber pleite, nachdem Betreiberinnen gleich reihenweise gekündigt hatten, weil sie mit ihren Studios tief in die Verlustzone rutschten. Da war Huser allerdings längst nicht mehr mit von der Partie.

Die beiden Messen betreibt Huser heute mit der Firma VitaNova GmbH als einziger Gesellschafter. Der umtriebige Unternehmer gibt an, sich durch Ausstellergebühren und Ticketeinnahmen zu finanzieren. Das Sponsoring mache nur einen kleinen Teil aus.

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