Als Gründe für die verbesserte Einstufung nenne die Agentur unter anderem "die ausgezeichnete finanzielle und wirtschaftliche Situation des Kantons sowie die gute Vorbereitung auf die Reform der Unternehmensbesteuerung (SV 17)", teilte das Finanzdepartement Basel-Stadt am Samstag mit.

Vorübergehende kleine Defizite in den nächsten paar Jahren wegen der SV 17 müsse man vor dem Hintergrund bisher erzielten Schuldenabbaus sehen, hält der Ratingbericht fest. Basel-Stadt habe auch keinen besonderen Schuldenanteil in Fremdwährungen.

Als Stärken zitiert das Communiqué die "ausgezeichnete Liquiditätslage und das solide Finanzmanagement" des Kantons, mit Verweis auf eine "hohe Budgetdisziplin". Der finanzielle Spielraum sei schon gut, und die anstehende Reform des Neuen Finanzausgleichs (NFA) werde dem Stadtkanton eine weitere Entlastung bringen.

Basel-Stadt hatte seine Bonität erstmals 2007 von Standard & Poor's überprüfen lassen. Ein gutes Rating führt zu tendenziell tieferen Zinskosten des Kantons.

Gemäss Mitteilung ist Basel-Stadt neben Zürich und der Waadt einer von nur drei Kantonen, die bei einer Direktbewertung jener Agentur die Bestnote triple A erhalten haben. Laut Ratingbericht hat Basel-Stadt anders als die Waadt keine Pensionskassenaltlasten. - Baselland war übrigens im Mai mit "AA+/A-1+" bewertet worden.