Bayern - Basel
Lockerheit und Zuversicht vor dem Champions League-Spiel

Die Mannschaft des FC Basels zeigt sich am Tag vor dem grossen Spiel gegen Bayern München locker. Sie wissen um die schwere Aufgabe, die ihnen bevorsteht.

Sebastian Wendel aus München
Merken
Drucken
Teilen
Die Fussball-Schweiz hofft, dass die Basler auch in München jubeln können.

Die Fussball-Schweiz hofft, dass die Basler auch in München jubeln können.

Georgios Kefalas

Er ist vorbereitet. Auf den Sturmlauf der Bayern, auf die Atmosphäre in der ausverkauften Allianz-Arena und auf ein allfälliges Penaltyschiessen. Führt nämlich heute Abend der FC Bayern München nach der regulären Spielzeit mit 1:0 und bringt die Verlängerung keine weiteren Tore ein, entscheiden die Schüsse vom Punkt.

«In den letzten Tagen habe ich mich schlau darüber gemacht, wer wohin zu zielen pflegt», sagt Yann Sommer. Dem Goalie des FC Basel fällt nicht nur in der letztmöglichen Art der Entscheidung eine tragende Rolle zu, auch in der regulären Spielzeit zuvor muss er Grossarbeit verrichten. «Bayern wird von Anfang Druck machen, wie im Hinspiel. Aber damals ist es ja auch gut für uns ausgegangen. Die erste Phase des Spiels ist entscheidend», sagt Sommer.

«Nicht nur verteidigen»

Alex Frei teilt die Meinung des 23-Jährigen und fügt an, dass der FC Basel unbedingt ein Tor erzielen muss. «Willst du in München im Champions-League-Achtelfinale weiterkommen, kannst du nicht nur verteidigen.» Frei vertraut auf die bisherige Saison und darauf, dass der FCB immer für einen Treffer gut ist. Nur in den Heimspielen gegen Lissabon und Sion blieb Rotblau torlos.

Der Stürmer trat von den drei Anwesenden an der Pressekonferenz – Alex Frei, Marco Streller, Heiko Vogel – am stärksten auf die Euphoriebremse. «Wir leiden nicht unter Realitätsverlust und sind uns bewusst, dass wir immer noch absoluter Aussenseiter sind.»

Heiko Vogel zeigte sich an seinem ehemaligen Arbeitsort gewohnt entspannt. «Ich kehre privat des Öfteren hierher zurück, und es ist immer wieder angenehm. Auch heute hat man mich nett empfangen.» Tatsächlich. Als Vogel und Markus Steinhöger – in der Jugend ebenfalls bei Bayern – vor dem Abschlusstraining den Platz in der Allianz Arena betreten, stürmen zwei Angestellte auf sie zu. «Hey, du hast ja einen Bart bekommen», sagt einer zu «Steini» und tätschelt ihm liebevoll auf die Wange.

Mit Stocker und Park

Für das heutige Spiel stehen Cheftrainer Heiko Vogel ausser den Langzeitverletzten Chipperfield und Voser alle Spieler zur Verfügung. Linksverteidiger Park hat seine Wadenverhärtung auskuriert und dürfte gegen Bayern in der Startelf stehen. Seine Aufgabe wird es sein, Arjen Robben aus dem Spiel zu nehmen. Im Vergleich zum Hinspiel eine ungemein schwerere Aufgabe; der Holländer hat zuletzt zu seiner Bestform zurückgefunden.

Auch Valentin Stocker, der am Samstag in Zürich geschont wurde, wird wohl zurückkehren. Leidtragende werden Philipp Degen und Fabian Frei sein, die das Spiel zumindest am Anfang von der Bank aus verfolgen werden.