Messebaustelle

Lohndumping beim Messebau? Firma muss ihre Lohnbücher offen legen

Wird auf der Messe-Baustelle Lohndumping betrieben?

Wird auf der Messe-Baustelle Lohndumping betrieben?

Erneut steht auf der Baustelle der Basler Messe eine Firma im Verdacht, Lohndumping zu betreiben. Die slowenische Firma zahlt den Arbeitern angeblich nur fünf bis acht Euro in der Stunde. Nun soll sie die Buchhaltung offen legen.

Auf der Grossbaustelle der Basler Messe wird erneut eine Firma des Lohndumpings verdächtigt: Matmont mit Sitz in Slowenien. «Wir haben haben bei der Firma bereits einige Kontrollen durchgeführt», sagt Marco Christ, Geschäftsführer der Baustellenkontrolle Basel, und bestätigt damit einen Bericht der «Basler Zeitung».

Im Auftrag der Firma Matmont, einem Subunternehmen einer deutschen Firma, sind rund 40 Mitarbeiter mit der Montage der Fassade beschäftigt. Es besteht der Verdacht, dass den Arbeitern nur fünf bis acht Euro pro Stunde bezahlt werden. Gemäss Christ wurde die Firma aufgefordert, bis zum 19. Oktober ihre Lohnbuchhaltung offen zu legen. Werden Vergehen gegen die Mindestlöhne nachgewiesen, kann dies eine Busse oder eine Dienstleistungssperre für die Schweiz zur Folge haben.

Mehrere Verdachtsfälle

Es ist nicht der erste Lohndumping-Verdacht auf der Messebaustelle. Im August wurde der Fall eines Zürcher Subunternehmers bekannt: Für Elektroinstallationen hatte dieser via ein slowenisches Sub-Subunternehmen acht Arbeiter aus Slowenien angestellt und soll zu tiefe Löhne bezahlt haben. Ein weiterer Lohndumping-Verdacht besteht laut der Gewerkschaftszeitung «Work» bei Liftmonteuren von Schindler Kroatien und Polen. (hpa)

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