Das Unternehmen begründete die neuen Massnahmen mit dem schwierigen Marktumfeld und dem Einstieg von neuen Wettbewerbern am Standort Basel. Ein Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden sowie der Personalkommission sei eröffnet. Zurzeit beschäftigt LTSW am Euroairport noch rund 60 Mitarbeitende, im Jahr 2008 waren es 500. Bereits im Mai gab LTSW bekannt, dass sie am Standort Basel über zwei Drittel der damals noch rund 300 Arbeitsplätze streichen werde.

«Erschwerend kam in der Zwischenzeit für uns dazu, dass wir kurz nacheinander zwei wichtige Auftraggeber verloren haben», sagt LTSW-Sprecher Rainer Lindau zur bz. So habe im November Easy Jet zur Konkurrenz gewechselt, es folgte wenige Wochen darauf der Wegfall der Konkurs gegangenen Charter-Fluggesellschaft Hello. Laut LTSW zählen damit auf dem EAP noch die Swiss/Lufthansa, Air Berlin/Belair sowie diverse Chartergesellschaften zu ihrem Kundekreis.

Auch der harte Frankenkurs spiele bei den erneuten Anpassungen eine Rolle, so Lindau weiter. «Beim aktuellen Wechselkurs sind wir gegenüber dem Ausland nicht wettbewerbsfähig.» Um die Auslastung zu verbessern, habe man geprüft, Arbeit aus anderen Unternehmensstandorten zu importieren. Doch diese Option falle wohl für längere Zeit weg.

Ein Entscheid betreffend Schliessung des Betriebes in Basel gibt es gemäss Lindau nicht, er sei aber über die Situation sehr besorgt. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV-GATA) rechnet für den Standort Euroairport «mit dem Schlimmsten». Laut Sprecher Peter Moor-Trevisan sei von einer «relativ raschen Schliessung» auszugehen, da es der LTSW schlicht an Arbeit fehle: «Beim letzten Abbau im Oktober wurden Mitarbeiter per sofort freigestellt - bei laufender Lohnfortzahlung.»

Die SEV-GATA fordert von der Lufthansa und der Swiss grosszügige Lösungen für die verbliebenen Angestellten. Weiter hofft die Gewerkschaft, möglichst viele Jobs zu retten, da ein Swiss-Wartungsauftrag bestehe, für den es mindestens zwei Dutzend Angestellte brauche.

LTSW ist 2008 aus dem ehemaligen Technik-Betrieb der Swiss respektive der Crossair hervorgegangen. (bwi/sda)