Petition
Lysbüchel: 1500 Unterschriften gegen den Pausenhof auf der Dachterrasse

Nach rund einem Monat Vorbereitungszeit wurde am Montag um 15.30 Uhr die Petition «Für einen kindgerechten Pausenplatz auf dem Schulareal Lysbüchel» eingereicht. Damit wollen sich Schüler, Lehrer und Eltern gegen den geplanten Schulhof auf der Dachterrasse wehren.

Zoé Boll
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in Beispiel für einen kombinierten Pausenhof liefert die Primarschule Erlenmatt. Dort wird die Dachterrasse, die als Pausenhof fungiert, durch einen ebenerdigen Pausenplatz ergänzt.

in Beispiel für einen kombinierten Pausenhof liefert die Primarschule Erlenmatt. Dort wird die Dachterrasse, die als Pausenhof fungiert, durch einen ebenerdigen Pausenplatz ergänzt.

Kenneth Nars

Für die Initianten der Petition «Für einen kindgerechten Pausenplatz auf dem Schulareal Lysbüchel» musste in den vergangenen Wochen alles schnell gehen. Innerhalb eines Monats hätten sie die Petition verfasst, verteilt und unterschreiben lassen, wie Mareike Reichmann vom Elternrat Lysbüchel berichtet. Heute um 15.30 Uhr war es nun soweit: Die Petition wurde mit rund 1500 Unterschriften eingereicht.

Mit dieser wehren sich Schüler, Lehrer und Eltern gegen den für das Schulhaus Lysbüchel geplanten Pausenplatz auf der Dachterrasse und fordern einen ebenerdigen Pausenplatz für die Kinder. «Wir wollen damit auf die Umstände aufmerksam machen und hoffen, dass sich der Grosse Rat für unser Anliegen einsetzt», erklärt Reichmann.

Inwiefern die Umsetzung eines Pausenhofs am Boden realistisch ist, kann die Mitinitiantin aber nicht genau sagen. So seien während der ersten Planung ein eigener ebenerdiger Pausenplatz oder eine Mitnutzung des zu der Zeit geplanten Quartierparks zur Diskussion gestanden. Reichmann: «Von einer angedachten Dachterrasse als Pausenhof wurde uns Eltern gegenüber nie etwas gesagt.»

Trotzdem möchte die Mutter die Pausenmöglichkeit auf dem Dach nicht komplett schlechtreden. So sei ihrer Meinung nach gerade in der ersten Zeit, wenn um die Schule herum viele Baustellen sein werden, ein Pausenplatz auf der Dachterrasse sehr sinnvoll. «Auf lange Zeit sehe ich das aber als problematisch an. Es ist wichtig, dass die Kinder mit der Natur in Kontakt kommen», meint Reichmann.

Primarschule Erlenmatt

Ein Beispiel für einen kombinierten Pausenhof liefert die Primarschule Erlenmatt. Dort wird die Dachterrasse, die als Pausenhof fungiert, durch einen ebenerdigen Pausenplatz ergänzt. Simon Thiriet, Sprecher des Erziehungsdepartements Basel-Stadt, meint auf Anfrage: «Die Erfahrungen waren bislang positiv, Probleme gibt es keine.»

Dennoch könne man die Situation der beiden Schulhäuser nicht vergleichen: «Im Erlenmatt haben wir neben dem Pausenplatz auf der Turnhalle und dem ebenerdigen Pausenplatz gleich neben dem Schulhaus noch eine grosse Grünfläche.»

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