«Schwoobe, Ziircher, Drämmli, FCB und schuld isch dr Wessels»: Felix Rudolf von Rohr, seines Zeichens Dramaturg des diesjährigen Pfyfferli im Theater Fauteuil am Spalenberg, zählt naheliegende Themen einer Vorfasnachtsveranstaltung auf. «Aber do nid!», wendet er sofort ein. Es gibt nämlich einen anderen roten Faden, oder besser: einen gelben: China ist das grosse Thema. «Wir kaufen alles bei den Chinesen und die kaufen uns auf», erklärt Rudolf von Rohr.

Er sei auf diese Idee gekommen, als er eine Mütze von «Schweiz Tourismus» erhielt. Aussen Werbung für unser Land, innen «Made in China». Aber die Chinesen haben nicht ganz überall ihre Hände im Spiel. Der Rahmen wird sich um anderes drehen, etwa um die Fussball-Weltmeisterschaft, die Sterbehilfe, die Freuden der Selbstoptimierung oder die Geburt eines Fasnachts-Babys.

An der Medienkonferenz am Donnerstag gab das Ensemble um Caroline Rasser, Salomé Jantz, Myriam Wittlin, David Bröckelmann und Roland Herrmann einen ersten Einblick in den Prolog zum Pfyfferli: eine Fahrt über den Rhein zu den Klängen von «Kung Fu Fighting»: Man fragt sich, ob danoch eine «Fähri» fährt oder bereits ein Drachenboot. Zu viel soll aber nicht verraten werden. Schliesslich sind die Nummern noch in der Entwicklungsphase. Dennoch machten die Häppchen Appetit auf mehr und lassen uns fragen, ob unsere «Mählsuppe» künftig mit Stäbchen gegessen werden könnte.

Herrliche Seitenhiebe

In der zweiten vorgestellten Nummer geht es um «schreegi Veegel». Alle Familien aus dem «Daig» werden mit Vogelarten und ihren Eigenschaften beschrieben. Da kommt einer mit goldenem Futter und bittet die Vögel darum, die «Basler Zeitung» zu kaufen. Die Nummer enthält herrliche Seitenhiebe auf wichtige Leute. Den Text schrieb Alexander Sarasin, der Statthalter des Fasnachts-Comités. Er wagt sich zum zweiten Mal ans Pfyfferli. Weitere Texte haben Roland Buser und Lorenz Keiser beigesteuert.

Aufgelockert werden die Nummern mit Musik, neu mit den Perkussionisten Corentin Marillier und Baschi Pfefferli, sowie vier Pfeifer- und drei Tambourengruppen. Sie wechseln sich ebenso ab wie die fünf Schnitzelbängg: Doggter FMH, Heiri, Singvogel, Spitzbueb und Tam Tam. 69 Vorstellungen sind ab 11. Januar geplant, elf mehr als im letzten Jahr. Es gibt noch wenige Karten.