Ein grosser Teil des Klybeckareal ist verkauft. Hat der Kanton für das Novartis-Gelände ebenfalls mitgeboten?

Marco Greiner: Der Regierungsrat hat den Erwerb des Klybeckareal geprüft. Nach Abwägung der Chancen und Risiken und unter Wahrung seiner Interessen hat er entschieden, kein definitives Kaufangebot einzureichen. Der Kanton beabsichtigt aber, unabhängig davon einen Teil des Areals zu kaufen. Die Planungsvereinbarung «Klybeckplus», welche die Novartis mit dem Kanton und BASF geschlossen und welche die Käuferschaft vollumfänglich übernommen hat, enthält die Absichtserklärung der Grundeigentümerin, dem Kanton 50'000 m2 Wirtschaftsfläche zu verkaufen. Zusätzlich wird der Kanton Flächen für Infrastruktur und öffentliche Nutzungen erwerben.

Woran ist der Kauf gescheitert?

Eine Gesamtbetrachtung war ausschlaggebend dafür, dass der Kanton von einem Kaufangebot Abstand genommen hat. Der Kanton muss nicht zwingend Landeigentümer sein, um seine Interessen in die Quartierentwicklung wirkungsvoll einzubringen.

Was bedeutet der Entscheid für die städtebauliche Zielsetzung in diesem Stadtteil?

Die Käuferschaft ist vollumfänglich in die Planungsvereinbarung mit dem Kanton und BASF eingetreten. Ein neuer, attraktiver Stadtteil mit öffentlichen Grünanlagen, einer guten Mischung aus Wohnen und Arbeiten sowie öffentlichen Einrichtungen soll entstehen.

Wird der Kanton in weiteren Planungen das Augenmerk auf gemeinnützigen Wohnungsbau richten?

Der preisgünstige Wohnungsbau ist im Fokus des Regierungsrates. Die Käuferschaft weiss, dass der Regierungsrat gemäss Richtplan einen Anteil von preisgünstigem Wohnraum von mindestens 30 Prozent auf allen Transformationsarealen anstrebt und nimmt das Resultat der Volksabstimmungen zu den vier Wohninitiativen sehr ernst. (bro)