«Mit sofortiger Wirkung» wurde Wagner am Donnerstag von Verwaltungsratspräsident Filippo Leutenegger zum neuen Konzernanwalt ernannt.

Die überraschende Ernennung zeigt Wirkung: Auf der Homepage seiner bisherigen Kanzlei MCS-Law ist sein Name bereits gelöscht. Was heisst: Seine Partner haben Wagner verabschiedet. Wagner will jetzt eine neue Kanzlei im Verbund mit Anwälten in Zürich und Luzern und internationalerer Ausrichtung gründen.

Schnelle Wechsel sind bei Wagner bereits Gewohnheit. Eine Partnerschaft mit dem Zürcher Anwalt Andreas Meili ging nach einigen Monaten auseinander. Der Plan, sich der Grosskanzlei Bratschi, Wiederkehr & Buob anzuschliessen, scheiterte nach einigen Wochen.

Konzernanwalt war er schon eimal

Die Funktion, Konzernanwalt der BZM zu sein, besetzte Wagner schon vor seinem Karrieresprung zum Verleger der «Basler Zeitung». Der Wechsel Wagners erstaunt dennoch, weil sich der Baselbieter Ende 2010 im Unfrieden als Verleger und Mitbesitzer der Baz Holding zurückgezogen hatte und durch Moritz Suter ersetzt wurde. In einem Zeitungsartikel hatte Wagner daraufhin Christoph Blocher, der die Fäden in dieser Episode gezogen hatte, persönlich heftig kritisiert.

Für Blocher seien die Menschen bloss «Mittel zum Zweck». Gegenüber dem «Sonntag» sagt Wagner nun, er kehre aus alter Verbundenheit zu Filippo Leutenegger zurück, mit dem er den Jean-Frey-Verlag saniert habe. Er habe bei der BZM zudem keine publizistische Arbeit mehr, sondern ein klares Mandat für den Rechtsdienst.

Nebenher will er sich als Verleger betätigen: Als persönliches Mandat habe er die Europa-Lizenz für das US-Modemagazin «Runway» erhalten, sagt Wagner. Das Magazin soll auch in deutscher Sprache erscheinen. Die erste Nummer soll im April oder Mai erscheinen.