Basel

Martina Bernasconi - der Lockvogel der GLP

Die Grünliberalen schicken Martina Bernasconi (Mitte) ins Rennen um Contis Nachfolge.

Die Grünliberalen schicken Martina Bernasconi (Mitte) ins Rennen um Contis Nachfolge.

Die Grünliberalen hofieren für die Regierungsrats-Ersatzwahl mit der Kandidatur von Martina Bernasconi das rot-grüne Lager. Erste Reaktionen fallen nicht euphorisch aus.

Die Grünliberalen steigen bei der Regierungsrats-Ersatzwahl für Carlo Conti (CVP) am 18. Mai mit Grossrätin Martina Bernasconi ins Rennen. Die Rechnung ist klar: Mit der ehemaligen Frauenliste-Politikerin wollen die Grünliberalen mit den Stimmen aus dem in Basel dominierenden rot-grünen Lager den Überraschungscoup schaffen - und Kronfavorit Lukas Engelberger (CVP) besiegen.

Ob die Rechnung der Grünliberalen aufgeht, ist indes höchst fraglich. Rot-grüne Exponentinnen reagieren auf Anfrage der „Schweiz am Sonntag" noch zurückhaltend auf Bernasconis Kandidatur. Von den Befragten hat sich bis jetzt einzig die frühere Grossratspräsidentin Brigitta Gerber (Basta) bereits definitiv für Bernasconi entschieden.

Aus strategischer Sicht ist es für Rot-Grün nicht sinnvoll, die Grünliberalen jetzt in die Regierung zu hieven. Seit Bernasconi bei den Grünliberalen ist, hat sie sich zudem nach rechts bewegt, wie etwa Beispiele in der Sicherheits- oder Verkehrspolitik belegen.

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