Gastronomie
«Matisse»-Starkoch Friedrich Zemanek ist verstorben

Der Schweizer Spitzenkoch Friedrich Zemanek («Matisse») ist tot. Der 51-jährige, der auch Team-Captain der Schweizerischen Kochnationalmannschaft war, verstarb am Montagabend - offenbar hat er sich das Leben genommen.

Merken
Drucken
Teilen
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
11 Bilder
Basler «Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung
«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung

«Matisse» enttäuscht über «Gault Millau»-Wertung

Zemanek arbeitete zuletzt als Chef de Cuisine im Restaurant «Matisse» in Basel. Dieses war erst letzten Montag neu in den Gastroführer GaultMillau aufgenommen und mit 14 Punkten ausgezeichnet worden.

Allerdings hatte man sich im «Matisse» eine bessere Bewertung erhofft, wie Geschäftsführer Daniel Gerhiger am Montag der bz sagte: «Für Zemanek ist eine Welt zusammengebrochen. Mit mindestens 16 Punkten hat er schon gerechnet.»

Nach Erfahren des Resultats anfang dieser Woche hatte Zemanek sofort das Weite gesucht und war auch für Geschäftsführer Gehriger telefonisch nicht mehr erreichbar.

Lob für Zemanek

Gehriger war am Montag noch voll des Lobes für seinen Chef de Cuisine: «Seine Küche begeistert die Gäste», sagte er. Zemanek sei ein Freak, ein kreativer Kopf, der sein Leben dem Kochen verschrieben habe.

Ähnlich äusserte sich am Mittwoch Kilian Michlig, der Team-Chef der Schweizer Nationalmannschaft, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Zemanek habe immer wieder Neues gebracht und sei «nie stehen geblieben», so Michlig

Friedrich Zemanek ist in der Tschechoslowakei aufgewachsen und mit den Eltern noch während der Kochlehre nach Deutschland umgezogen, Seine Lehre beendete er in Villingen-Schwenningen. 1990 kam er in die Schweiz. Vor seinem Engagement im «Matisse» war Zemanek unter anderem im Wallis tätig gewesen.

Nach Angaben Michligs hinterlässt Zemanek eine Frau und zwei Kinder. (sda/az)