Medizinaltechnik

Medartis wächst und baut in Basel weiter aus

Tochtergesellschaften in der ganzen Welt: Medartis-CEO Willi Miesch. (Archiv)

Tochtergesellschaften in der ganzen Welt: Medartis-CEO Willi Miesch. (Archiv)

Die Basler Medtechfirma Medartis wächst stark. Ihre Implantate, Platten, Schrauben, etwa für Handgelenksbrüche oder die Behandlung eines Hallux, sind gefragt. So ist der Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 121 Millionen Franken gestiegen. Firmenchef Willi Miesch betonte an der gestrigen Medienkonferenz erneut, wie wichtig das Label «Swiss made» für Medartis sei.

Hergestellt werden sämtliche Produkte am Hauptsitz in Basel im Stücki Business Center. Noch bietet der Standort genügend Platz, um die Produktion zu erweitern. «Doch in zwei bis drei Jahren werden die Kapazitäten nicht mehr ausreichen», sagt Miesch. Das Unternehmen werde unter anderem in der Region nach einem neuen Standort suchen. Konkreter will Miesch derzeit nicht werden. Klar sei, dass die Büros am jetzigen Standort bleiben werden.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Mitarbeitenden in Basel von 220 auf 270 gestiegen. Damit arbeitet rund die Hälfte aller 560 Mitarbeitern am Hauptsitz. Obwohl der Fokus wegen der hohen Schweizer Kosten auf der Automatisierung liegt, wächst die Zahl auch in der Produktion. Nun kommt eine eigene Verpackungslinie hinzu.

Der Grund: Diverse europäische Spitäler verlangen neuerdings, dass die Produkte steril bei ihnen ankommen. Dazu müssen sie aufwendig verpackt werden. Bislang wurden die Produkte erst kurz vor der Operation sterilisiert. Auch hier werden trotz hoher Automatisierung einige Stellen geschaffen. Es ist davon auszugehen, dass auch in diesem Jahr die Zahl der Arbeitsplätze in Basel nochmals deutlich wächst. (mka)

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