Umwelt

Medis im Rhein: Forscher finden deutliche Spuren der Pharmaindustrie im Basler Fluss

Fünf Tipps gegen die Hitze: Der Sprung in den Rhein kennt jeder, hier kommen die bz-Geheimtipps. Dennoch Bilder vom Rheinufer auf der kleinbasler Seite vor der Johanniterbrücke, Blick auf Mittlere Brücke und Münster

Im Rhein wurden Spuren von verschiedenen Arzneisubstanzen gefunden. (Symbolbild)

Fünf Tipps gegen die Hitze: Der Sprung in den Rhein kennt jeder, hier kommen die bz-Geheimtipps. Dennoch Bilder vom Rheinufer auf der kleinbasler Seite vor der Johanniterbrücke, Blick auf Mittlere Brücke und Münster

Schweizer Forschende fanden bei einer Kläranlage im Rhein deutliche Spuren von Antidepressiva, Opioiden und 23 weitere Arzneisubstanzen. Die Anlage säubert spezifisch Abwässer aus der Pharmaindustrie, dennoch war die Konzentration hoch.

Der Rhein ist in Basel nicht nur populär, um am Ufer seine Freizeit zu verbringen, sondern auch um darin zu schwimmen. Doch ganz so sauber ist der Fluss nicht: Wie die Nachrichtenagentur sda am Dienstag berichtete, stiessen Forschende in den Abwässern einer Kläranlage auf Spuren von 25 Arzneisubstanzen. Neben Antidepressiva und Opioide wurden auch Spuren des Rheumamittels Voltaren (Didofenac) und des Psychopharmakons Ritalin (Methylphenidat) gefunden.

Diese Resultate ergaben sich aus einer Studie von der ETH Zürich und eines Start-ups. In der Studie wurden über drei Monate täglich entnommene Abwasserproben einer Kläranlage, die nur Abwässer von Privathaushalten und Handwerksbetrieben reinigt, mit Proben einer von Industrieabwässer gespiesen Anlage verglichen.

Publiziert wurden die Ergebnisse laut Meldung in der Fachzeitschrift «Environmental Science and Technology». Die möglichen Einflüsse von den Pharmaka auf die Umwelt konnten im Rahmen der Studie nicht weiter untersucht werden. Laut dem Umweltchemiker Heinz Singer sei die Konzentration so hoch, dass auch nach 100 Kilometern noch Spuren gemessen werden konnten.

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