Die Zahl der Basler Arbeitslosen steigt, wie der Kanton am Montag vermeldet hat. Im Vergleich zum Juli ist die gesamte Arbeitslosenquote um 0,1 Prozent, und somit nur gering gestiegen, und liegt jetzt bei 3,7 Prozent. Deutlich ist jedoch die Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit, die im August 451 Jugendliche betraf, 47 mehr als noch im Juli. Davon sind 121 Jugendliche jünger als zwanzig Jahre, dies ist ein Höchstwert seit Januar 2015. Die Jugendarbeitslosenquote steigt somit auf 4,9 Prozent an, deutlich mehr als im August des Vorjahres, als sie bei 4,4 Prozent lag, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit mitteilt.

In den anderen Altersbereichen ist die Arbeitslosenquote nur gering gestiegen oder stabil geblieben im Vergleich zu den Vormonaten des Jahres 2016. Erhöht hat sich jedoch die Anzahl der Personen, die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registriert sind, sie liegt nun bei 3‘665 Personen.

Ebenfalls zugenommen hat die Anzahl der Stellensuchenden. Ende August wurden 5‘273 Personen registriert. Dies entspricht im Vergleich zum August des Vorjahres einer Steigerung von 5,8 Prozent. Jedoch wurde nicht nur bei den Stellensuchenden eine Zunahme registriert, auch bei den offenen Stellen konnte eine Erhöhung festgestellt werden, wie das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt mitteilt. Ende August wurden bei den RAV 148 offene Stellen registriert. Davon kamen 86 neue Stellen dazu, während 78 im August besetzt wurden. Dies entspricht einer Erhöhung von acht offenen Stellen, beziehungsweise 5,7 Prozent.

Mehr Kurzarbeit

Ebenfalls gestiegen sind sowohl die Anträge als auch die Bewilligungen für Kurzarbeit im Kanton Basel-Stadt. Das Prinzip der Kurzarbeit bezeichnet die vorübergehende Reduktion oder komplette Einstellung der Arbeitszeit eines Arbeitsnehmers, anstelle einer Kündigung. Dadurch kann der Arbeitsplatz erhalten werden. Ist ein Arbeitsnehmer von Kurzarbeit betroffen, so wird 80 Prozent seines Gehalts durch die Arbeitslosenversicherung gedeckt. Dazu muss der Arbeitgeber jedoch mindestens zehn Tage vor Beginn der Kurzarbeit ein Gesuch bei der betreffenden Amtsstelle einreichen.

Insgesamt hat der Kanton seit Beginn des Jahres 35 Anträge auf Kurzarbeit der jeweiligen Betriebe erhalten. Davon wurden 29 bewilligt. Obwohl der Wert im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, liegt er immer noch weit unter den Höchstwerten der Jahre 2009 und 2010, als sich über 100 Gesuche ansammelten. In den Jahren danach ist der Wert wieder gesunken und erreichte im Jahr 2015 wieder Tiefstwerte. Im Vergleich zu diesem Jahr wurden im August des letzten Jahres insgesamt nur 27 Gesuche eingereicht, von welchen 20 bewilligt wurden.

Das Amt für Statistik weist zudem darauf hin, dass oftmals die tatsächliche Anzahl der Stunden, in denen Kurzarbeit geleistet wird, unter dem Wert, der beantragt wird, liegt. Dadurch verringern sich die Ausgaben der Arbeitslosenkassen etwas. Zu den Ausgaben für Kurzarbeit kommen allerdings noch die Ausgaben für die Arbeitslosenentschädigung. Im Monat Juni haben insgesamt 140 Personen diese Entschädigung beantragt. (SRB)