In der Summe wurden die staatlichen Subventionen um 430'000 Franken aufgestockt auf knapp 5,9 Millionen Franken. Dies kompensiert Mittel, die wegen einer Strategieänderung der Christoph Merian-Stiftung (CMS) und der GGG, der früheren Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige, weniger in Strukturen, sondern in Projekte fliessen.

Von den Staatsbeiträgen profitieren 15 Trägerschaften von Quartiertreffpunkten in der ganzen Stadt, von der Breite über das St. Johann bis zum Bruderholz. Zwölf davon bekommen neu 96'000 statt 90'000 Franken im Jahr, die drei anderen 54'000 statt 50'000 Franken, was zusammen 1,23 Millionen ausmacht.

Rechte gegen falsches Signal

Für Leistungen im Frühbereich erhalten vier Trägerschaften zusätzliche insgesamt 180'000 Franken. Für den Betrieb zweier Stadtteilsekretariate und einer Quartierkoordination fliessen an drei Dach-Trägerorgansationen weitere insgesamt 360'000 Franken im Jahr, je 20'000 mehr als bisher. Dazu kommen noch 100'000 Franken für Projekte.

SVP und FDP wollten nicht, dass der Staat Unterstützungen einfach ersetzt, die private Mitträger reduzieren. Dies setze ein falsches Signal, hiess es. Stadtteilsekretariate wurden von rechts teils auch als politisch nicht neutral, mithin zu links kritisiert. Diesen Vorwurf wiesen indes auch bürgerliche Quartier-Aktive zurück.

Regierungspräsident Guy Morin warnte, ehrenamtliche Arbeit nicht gegen professionelle Arbeit auszuspielen. Festangestellte seien unverzichtbar für die nötige Koordination der diversen Stimmen aus den Quartieren. Trägervereine selber hatten erklärt, dass harziges Suchen von Drittmitteln sie von eigentlicher Quartierarbeit abhalte.

Kürzungen chancenlos

Die SVP beantragte, den Trägerschaften nur die bisherigen Beträge zu bewilligen und jene für die Stadtteilsekretariate ganz zu streichen. Die FDP beantragte beides separat: die Streichung der Stadtteilsekretariat-Gelder und eventualiter die Kürzung der Trägerschafts-Subventionen. Beides lehnte das Plenum klar ab.

Die SP beantragte im Gegenteil zusätzliche 42'000 Franken für den Quartiertreffpunkt Rosental/Erlenmatt: Dieser bekam bisher eine halbe Subvention, solle aber angesichts des dort fortschreitenden Wohnungsbaus schon jetzt aufgewertet werden. Auch dies wurde abgelehnt. Schliesslich wurden die Subventionen deutlich beschlossen.

Ein Freisinniger beklagte sich über eine Aussage seitens des Grünen Bündnisses, wonach das Bruderholzquartier als etabliertes Quartier weniger Bedarf habe und so mit einem halben Treffpunkt auskomme: Auf dem Hügel wachse die Expats-Gemeinde enorm, was viel Aufwand bedeute. Dieser werde eben mit viel ehrenamtlicher Arbeit bewältigt.

Basis der Unterstützung der Quartiertreffpunkte ist das Konzept Quartiertreffpunkte Basel-Stadt aus dem Jahr 2000. Die entsprechende Verordnung war 2007 erlassen worden. 2015 war ein Umsetzungskonzept gefolgt, dessen justierte Ziele ab 2020 Anpassungen bringen könnten - daher laufen die aktuell beschlossenen Beiträge bis 2019.