Theater Basel

Mehr Mittel für das Theater Basel, aber eine vakante Stelle

Trotz Baustelle: Das Theater Basel eröffnet die Saison 2020/21

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Trotz Baustelle: Das Theater Basel eröffnet die Saison 2020/21

Die Basellandschaftliche Kantonalbank baut ihr Engagement am Theater Basel aus. Die vakante Stelle der Kaufmännischen Direktion am Theater wird interimistisch besetzt.

Das Theater Basel startet dieses Wochenende unter sich widersprechenden Vorzeichen in die neue Saison, zumindest was die Finanzen betrifft. Am Mittwoch gab das Theater bekannt, dass die Kaufmännische Direktorin, Henriette Götz, das Haus nach nur einem Jahr per Ende Oktober verlässt.

Unterschiedliche Auffassungen zwischen dem neuen Intendanten Benedikt von Peter und ihr bezüglich der kaufmännischen Führung seien der Grund. Michael Willi, Präsident der Theatergenossenschaft, präzisiert: «Die unterschiedlichen Auffassungen sind grundsätzlicher Natur und betreffen Vorstellungen, wie Kaufmännische Direktion und Intendanz zusammenarbeiten, in einem Theater, welches sich mittel- und langfristig neu ausrichten muss.»

Es habe keinen Vorfall oder gar Eklat gegeben. Der Entscheid sei, so Willi, nach einem etwa sechsmonatigen Prozess erfolgt. «Dieser hat leider aufgezeigt habe, dass es manchmal Konstellationen gibt, die nicht funktionieren wollen.»

Mit Mitgliedern aus dem von Henriette Götz zusammengestellten kaufmännischen Team konnte eine interimistische Lösung gefunden werden. Die definitive Nachfolge, so Willi, werde sorgfältig evaluiert. Wie viel Zeit das in Anspruch nehme, könne er zurzeit nicht sagen.

Günstige Tarife für Kinder und Jugendliche

Die gute Nachricht zum Saisonstart ist, dass die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) ihr finanzielles Engagement für das Theater ausbaut. Neu unterstützt die Bank neben dem Ballett Basel auch das Schauspiel und die Oper und agiert als offizielle Kulturpartnerin des Theaters. Die erhöhten Beiträge ermöglichen es, Kindern, Jugendlichen und Auszubildenden günstige Tickets anbieten zu können. 10 Franken für Vorstellungen im Schauspielhaus und auf der Kleinen Bühne, 20 Franken für die Grosse Bühne. So soll das Theater gezielt einem jüngeren Publikum zugänglich gemacht werden.

Für Benedikt von Peter, neuer Intendant und Regisseur am Theater Basel, sei dies ein grosser Gewinn: "Ich freue mich sehr, dass die BLKB unsere Kulturpartnerin ist. Als Hauptsponsor fördert die BLKB das Theater Basel mit einer sehr relevanten Summe. In Zeiten wie diesen ist das eine grosszügige und substanzielle Geste für die Kultur." 

Auch John Häfelfinger, CEO der BLKB, sieht in der Zusammenarbeit eine zukunftsweisende Investition in das kulturelle Geschehen der Region: "Das Theater Basel ist ein Kulturhaus mit Strahlkraft über die Region Nordwestschweiz hinaus. Ballett, Theater und Schauspiel sollen für jede und jeden zugänglich sein."

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