Adventszeit

Mehr Umsatz, mehr Lebensqualität: Basel als Weihnachtsstadt

Der diesjährige Weihnachtsmarkt wird wieder zahlreiche Besucher nach Basel locken. (Archivbild)

Der diesjährige Weihnachtsmarkt wird wieder zahlreiche Besucher nach Basel locken. (Archivbild)

Basel soll während des Dezembers nicht nur punktuell Weihnachten zelebrieren – Basel soll zur Weihnachtsstadt werden. So äussert sich Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing, am Dienstag vor den Medien.

Im vergangenen Jahrzehnt habe die Stadt im letzten Monat des Jahres einen überdurchschnittlichen Besucher-Zuwachs erlebt. Hochgerechnet bringe rund eine Million Leute gegen 180 Millionen Franken ein. Die Hälfte davon sei an Marktständen ausgegeben worden, der Rest im regulären Gewerbe. «Natürlich», so Horvath, «darf man während der Adventszeit über Umsatzzahlen sprechen, muss aber auch an die Lebensqualität denken.» Die ansehnliche Weihnachtsdekoration bereichere auch dieses Jahr die Bevölkerung. Den Münsterplatz zieren wie immer Leucht-Schneekugeln und der Weihnachtsbaum. «Em Bebbi sy Adväntsbox uff em Märtplatz wird den Vinylfans wieder das Herz öffnen», sagt Gabriel Barell, Präsident der «Basler Weihnacht» und des Gewerbeverbandes.

Adväntsgass überrascht mit einer Adventskalender-Garage

Mehr Innovationen bietet das zweiköpfige Komitee der Adväntsgass im Kleinbasel. Zur fünften Ausgabe wird in einer Garage an der Rheingasse 24 ein interaktiver Adventskalender präsentiert. Nach dem letztjährigen Schwerpunkt Musik soll laut Organisatorin Christine Waelti nun «der Austausch im Mittelpunkt stehen». So wird während des Dezembers jeden Tag das Garagentürchen geöffnet, hinter dem sich jeweils ein neues Angebot befindet. In der breit gefächerten Palette befindet sich etwa ein Festtags-Aggressionsabbau mit dem Boxklub Basel, ein weihnachtlicher Poetry Slam oder eine Liveband, die mit gewünschten Songs Karaokegesang begleitet.

Morgen Donnerstag werden 600 Portionen Fondue offeriert. Wer die Chance verpasst, kann sich während der gesamten Adventszeit in Gstaader Vierergondeln dem Käsegenuss widmen. Neu ist auch die Fasnachtsstube, in der eine Gugge und drei Cliquen für Kulinarik und Unterhaltung sorgen. Die Baustelle führt indes nicht zu Platzproblemen. Nebst negativen Folgen des Brandes kann diesem sogar etwas Positives abgewonnen werden: «In dieser schwierigen Zeit hat sich eindrücklich gezeigt, wie gross der Zusammenhalt in der Rheingasse eigentlich ist», so Waelti.

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