Insgesamt 3,58 Millionen Tonnen Güter wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres in den Häfen in den beiden Basel umgeschlagen. Das sind 23,3 Prozent mehr als im ersten Semester 2014, wie die Schweizerischen Rheinhäfen am Mittwoch mitteilten.

Erdöl und Mineralölerzeugnisse als volumenstärkste Warengattung wurden mit 1,62 Mio. Tonnen 74,7 Prozent mehr importiert als in der Vorjahresperiode. Weil die per Pipeline versorgten beiden Schweizer Raffinerien deutlich weniger Output aufwiesen, wurde die Nachfrage auf dem Wasserweg über die Rheinhäfen und die Bahn bedient.

Zum Plus habe auch der äusserst milde Vorwinter beigetragen, weshalb weniger geheizt worden war. Die per 2014 angehobene CO2-Abgabe hatte ebenfalls die Ölimporte in der Vorjahresperiode gedrückt. Diese Abgabe wird nun per 2016 erneut angehoben, weshalb die Rheinhäfen bis Jahresende wieder eine Steigerung erwarten.

Containerboom hält an

Im 18,2 Prozent auf 406'617 Tonnen nachgelassen haben derweil die Importe von Steinen und Baustoffen. Nahrungs- und Futtermittel wurden mit 229'095 Tonnen 2,2 Prozent weniger eingeführt. Um 8,1 Prozent zugelegt auf 203'342 Tonnen haben die Eisen- und Stahlimporte.

Im Semestervergleich um 11,5 Prozent auf 155'014 Tonnen gesunken sind ferner die Einfuhren von Landwirtschaftserzeugnissen - die Lager seien voll und eine gute Inlandernte unterwegs, hiess es. Chemische Erzeugnisse kamen mit 112'617 Tonnen 7 Prozent weniger via Rhein in die Schweiz, was auf den starken Franken zurückgeführt wird.

Erneut erfreulich entwickelt hat sich laut den Rheinhäfen im ersten Halbjahr der schiffs- und bahnseitige Containerverkehr: Gegenüber der Vergleichsperiode 2014 nahm er um 9,2 Prozent zu auf insgesamt 65'514 Transporteinheiten (TEU).

Dabei nahm der abgehende Verkehr trotz starkem Franken um 15,8 Prozent zu. Laut Rheinhäfen werden Container meist für Exporte mit Regionen verwendet, die nicht in Euro rechnen - etwa Nordamerika und Fernost. Zugelegt hat auch der Verkehr mit leeren Containern auf dem Rhein, weil diese an den boomenden Seehäfen gefragt sind.