Spitäler
Meilenstein in der Kooperation beider Basel

Die Gesundheitsdirektoren Lukas Engelberger und Thomas Weber wollen sich das Wettrüsten bei den Spitälern nicht mehr leisten, sondern das Angebot gemeinsam definieren. Die Beschlüsse der Regierungen stellen einen Wendepunkt in der Spitalpolitik dar.

Hans-Martin Jermann und Michael Nittnaus
Drucken
Teilen
Ziehen bei den Spitälern am selben Strick: Die Regierungsräte Lukas Engelberger (BS) und Thomas Weber (BL).

Ziehen bei den Spitälern am selben Strick: Die Regierungsräte Lukas Engelberger (BS) und Thomas Weber (BL).

Kenneth Nars
«Zentral ist, dass die Spitalgruppe eine einheitliche Führung haben wird» Herr Engelberger, Ihr Baselbieter Kollege Thomas Weber kämpft mit stark steigenden Spitalkosten, er sieht, dass seine Spitäler Patienten verlieren. Aus Baselbieter Sicht ist der Leidensdruck gross, im Spitalwesen neue Wege zu beschreiten. Wie gross ist der Leidensdruck in Basel-Stadt? Lukas Engelberger: Wir sehen die Chance, ein optimales Umfeld zu schaffen für das Universitätsspital Basel (USB), das sich messen muss mit anderen universitären Spitälern in der Schweiz und in Europa, aber über ein sehr kleines Einzugsgebiet verfügt. Wenn wir in der gesamten Region denken, dann bleibt zwar geografisch das Einzugsgebiet immer noch klein, die Stellung des USB durch eine Bündelung der Kräfte in der Region kann aber gleichwohl gestärkt werden. Gemeinsam sind die öffentlichen Spitäler stärker. In jenen hoch spezialisierten Bereichen, in denen wir geringe Fallzahlen haben, müssen wir uns künftig auf einen einzigen Standort in der Region konzentrieren. Wir werden medizinisch zulegen können, auch weil der Austausch unter den Ärzten unter dem Dach der neuen Spitalgruppe sehr flexibel ausgestaltet sein wird. Im Gegensatz zu Baselland sind die Spitalkosten in Basel-Stadt stabil. Das ist im Moment zum Glück so. Aber die Kostenentwicklung ist auch in Basel ein Thema. Immerhin zahlen die Basler Einwohnerinnen und Einwohner die höchsten Krankenkassenprämien der Schweiz. Die Eindämmung der Gesundheitskosten ist für mich als Basler Gesundheitsdirektor eine zentrale Herausforderung, die angegangen werden muss. Mit welcher der vereinbarten Massnahmen können denn die Kosten am wirksamsten gedämpft werden? Ich habe grosse Erwartungen an die neue ambulante Tagesklinik auf dem Bruderholz. Wenn wir künftig vermehrt Patienten ambulant statt stationär behandeln, dann kann dies finanziell sehr viel bringen. Damit die beiden Basel die anvisierten Ziele erreichen, ist organisatorische Verbindlichkeit nötig. Es wäre das Beste, die Spitäler zu fusionieren. Ob eine Fusion die richtige Form ist, möchte ich im Moment offen lassen. Zentral ist, dass in der neuen Spitalgruppe eine gemeinsame, einheitliche Führung und eine gemeinsame Verantwortung für die Finanzen gegeben sein werden. Die bisherigen Kooperationen mit getrennten Kassen haben naturgemäss dazu geführt, dass die Beteiligten bloss die unattraktiven Bestandteile in die Kooperation geben. Wir müssen neue Anreize schaffen, damit die Leistungen dort angeboten werden, wo sie aus Sicht der ganzen Spitalgruppe und der beiden Kantone insgesamt am meisten Sinn machen. Organisatorisch kann ich mir eine Holding-Struktur vorstellen, eine gemeinsame Betriebsgesellschaft oder eben auch eine Fusion. Auch andere Modelle sind denkbar. Hat die Kooperation Auswirkungen auf die Planung des neuen Klinikums 2? Auf die Gebäudehülle, so wie sie vom Grossen Rat beim Bebauungsplans bewilligt worden ist, wird die neue Strategie keinerlei Auswirkungen haben. Das Hochhaus kommt, das USB benötigt diesen Raum. Was in diese Hülle rein kommt, werden die Verantwortlichen des USB nun nochmals genauer unter die Lupe nehmen. Das Angebot im ambulanten Bereich im neuen Klinikum 2 wird gegenüber den ursprünglichen Plänen nach unten korrigiert; umgekehrt gibt es eine Verlagerung von stationären Betten und Notfall-Kapazitäten vom Bruderholz nach Basel und Liestal. Wird der Abbau von Überkapazitäten zu einem Stellenabbau führen? Das ist noch unklar. Grundsätzlich ist der Arbeitsmarkt im Gesundheitsbereich ja im Wachstum begriffen. Jene, die heute am KSBL und am USB tätig sind, werden auch im neuen Konstrukt ihre Rolle finden. Wir erwarten keine Entlassungen. Offen ist, ob das in jedem Fall dieselbe Funktion ist. Der Umbau hin zu mehr ambulant und weniger stationär wird auf das Personal Auswirkungen haben. Wir werden vermutlich in zehn Jahren in der Spitalgruppe weniger Personal haben, als wenn USB und KSBL auch in den kommenden Jahren eigenständig planen würden. Das USB verfügt über die höchste Baserate aller Spitäler der Region. Eine Blinddarmoperation im USB ist demnach teurer als anderswo – zum Ärger des Kantons Baselland, der seine Patienten finanziert. Das USB soll sich noch stärker den anspruchsvollen Fällen widmen, dann ist der höhere Tarif auch gerechtfertigt. Die gemeinsame Strategie beider Basel soll aber langfristig eine Reduktion der Baserate ermöglichen.

«Zentral ist, dass die Spitalgruppe eine einheitliche Führung haben wird» Herr Engelberger, Ihr Baselbieter Kollege Thomas Weber kämpft mit stark steigenden Spitalkosten, er sieht, dass seine Spitäler Patienten verlieren. Aus Baselbieter Sicht ist der Leidensdruck gross, im Spitalwesen neue Wege zu beschreiten. Wie gross ist der Leidensdruck in Basel-Stadt? Lukas Engelberger: Wir sehen die Chance, ein optimales Umfeld zu schaffen für das Universitätsspital Basel (USB), das sich messen muss mit anderen universitären Spitälern in der Schweiz und in Europa, aber über ein sehr kleines Einzugsgebiet verfügt. Wenn wir in der gesamten Region denken, dann bleibt zwar geografisch das Einzugsgebiet immer noch klein, die Stellung des USB durch eine Bündelung der Kräfte in der Region kann aber gleichwohl gestärkt werden. Gemeinsam sind die öffentlichen Spitäler stärker. In jenen hoch spezialisierten Bereichen, in denen wir geringe Fallzahlen haben, müssen wir uns künftig auf einen einzigen Standort in der Region konzentrieren. Wir werden medizinisch zulegen können, auch weil der Austausch unter den Ärzten unter dem Dach der neuen Spitalgruppe sehr flexibel ausgestaltet sein wird. Im Gegensatz zu Baselland sind die Spitalkosten in Basel-Stadt stabil. Das ist im Moment zum Glück so. Aber die Kostenentwicklung ist auch in Basel ein Thema. Immerhin zahlen die Basler Einwohnerinnen und Einwohner die höchsten Krankenkassenprämien der Schweiz. Die Eindämmung der Gesundheitskosten ist für mich als Basler Gesundheitsdirektor eine zentrale Herausforderung, die angegangen werden muss. Mit welcher der vereinbarten Massnahmen können denn die Kosten am wirksamsten gedämpft werden? Ich habe grosse Erwartungen an die neue ambulante Tagesklinik auf dem Bruderholz. Wenn wir künftig vermehrt Patienten ambulant statt stationär behandeln, dann kann dies finanziell sehr viel bringen. Damit die beiden Basel die anvisierten Ziele erreichen, ist organisatorische Verbindlichkeit nötig. Es wäre das Beste, die Spitäler zu fusionieren. Ob eine Fusion die richtige Form ist, möchte ich im Moment offen lassen. Zentral ist, dass in der neuen Spitalgruppe eine gemeinsame, einheitliche Führung und eine gemeinsame Verantwortung für die Finanzen gegeben sein werden. Die bisherigen Kooperationen mit getrennten Kassen haben naturgemäss dazu geführt, dass die Beteiligten bloss die unattraktiven Bestandteile in die Kooperation geben. Wir müssen neue Anreize schaffen, damit die Leistungen dort angeboten werden, wo sie aus Sicht der ganzen Spitalgruppe und der beiden Kantone insgesamt am meisten Sinn machen. Organisatorisch kann ich mir eine Holding-Struktur vorstellen, eine gemeinsame Betriebsgesellschaft oder eben auch eine Fusion. Auch andere Modelle sind denkbar. Hat die Kooperation Auswirkungen auf die Planung des neuen Klinikums 2? Auf die Gebäudehülle, so wie sie vom Grossen Rat beim Bebauungsplans bewilligt worden ist, wird die neue Strategie keinerlei Auswirkungen haben. Das Hochhaus kommt, das USB benötigt diesen Raum. Was in diese Hülle rein kommt, werden die Verantwortlichen des USB nun nochmals genauer unter die Lupe nehmen. Das Angebot im ambulanten Bereich im neuen Klinikum 2 wird gegenüber den ursprünglichen Plänen nach unten korrigiert; umgekehrt gibt es eine Verlagerung von stationären Betten und Notfall-Kapazitäten vom Bruderholz nach Basel und Liestal. Wird der Abbau von Überkapazitäten zu einem Stellenabbau führen? Das ist noch unklar. Grundsätzlich ist der Arbeitsmarkt im Gesundheitsbereich ja im Wachstum begriffen. Jene, die heute am KSBL und am USB tätig sind, werden auch im neuen Konstrukt ihre Rolle finden. Wir erwarten keine Entlassungen. Offen ist, ob das in jedem Fall dieselbe Funktion ist. Der Umbau hin zu mehr ambulant und weniger stationär wird auf das Personal Auswirkungen haben. Wir werden vermutlich in zehn Jahren in der Spitalgruppe weniger Personal haben, als wenn USB und KSBL auch in den kommenden Jahren eigenständig planen würden. Das USB verfügt über die höchste Baserate aller Spitäler der Region. Eine Blinddarmoperation im USB ist demnach teurer als anderswo – zum Ärger des Kantons Baselland, der seine Patienten finanziert. Das USB soll sich noch stärker den anspruchsvollen Fällen widmen, dann ist der höhere Tarif auch gerechtfertigt. Die gemeinsame Strategie beider Basel soll aber langfristig eine Reduktion der Baserate ermöglichen.

Foto: Kenneth Nars
«Das Kantonsspital wie heute weiterzuführen, wäre nicht mehr tragbar» Herr Weber, ist es für Oberbaselbieter Patienten nicht umständlich, wenn sie gemäss dem heute vorgestellten Plan für kleinere Eingriffe zwingend aufs Bruderholz müssen? Thomas Weber: Heute nehmen auch viele in Kauf, in die Steinenvorstadt nach Basel zu fahren, um ins Kino zu gehen. Wenn man weiss, dass man am Dienstagmorgen um 8 Uhr auf dem Bruderholz für einen Eingriff sein muss, dann wird das kein Problem sein. Es ist planbar. Heute ist es problematischer, man ist in Basel, Liestal oder auf dem Bruderholz zwar auf 8 Uhr eingeschrieben, doch dann kommt ein Notfall rein und man muss stundenlang warten. War es ein Vorteil, dass Sie und Lukas Engelberger beide erst kurz im Amt sind und unbeschwert an die Umwälzungen herantreten konnten? Es ist tatsächlich eine Chance, dass man etwas aus einer Aussensicht anschauen kann, wenn man relativ frisch dabei ist. Man überlegt sich zu Beginn, was für Probleme man angehen muss. Lukas Engelberger und ich sind unabhängig voneinander zu den gleichen Schlüssen gekommen und haben uns dann ausgetauscht. Wir haben die gleiche Grundhaltung, sind grundsätzlich liberal, fördern den Wettbewerb, sind aber auch kostenbewusst. Dass wir frisch dabei sind, gab uns mehr Spielraum, etwas zu ändern. Wie schätzen Sie die Chancen der vorgestellten Lösung auf dem weiteren politischen Weg ein? Wenn wir die drei Ziele optimierte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, eine Dämpfung des Kostenwachstums im Spitalbereich sowie eine langfristige Sicherung der Hochschulmedizin der Region erreichen, dann ist das Konzept tragfähig. Wenn wir aber die Kosten nicht in den Griff bekommen oder der Forschungs- und Universitätsstandort in Gefahr gerät, dann wird es zwangsläufig schwieriger. Stimmt der Eindruck, dass ein Alleingang Basellands schlicht nicht mehr machbar gewesen wäre? Das KSBL mit der heutigen Struktur weiterzuführen, wäre nicht mehr tragbar gewesen. Ohne Kooperationen hätte es eine Redimensionierung geben müssen, ein Gesundschrumpfungsprogramm, das vermutlich zulasten der Qualität an allen drei Standorten gegangen wäre. Hat Baselland zu lang gewartet damit? Die Trends sind schon länger bekannt. Das kann man im Nachhinein immer sagen. Die Verselbstständigung 2012, die Fusion der drei Baselbieter Spitäler sowie die neue Spitalfinanzierung waren eine sehr schwierige Situation. Könnten wir mit dem Wissen von heute das Rad auf 2007 zurückdrehen, würden wir die Weichen vielleicht anders stellen. Aber wir müssen entscheiden, wenn Entscheide zu fällen sind. Jetzt ist ein sehr gutes Zeitfenster. Ist das Ganze letztlich nicht bloss ein Hilfsprojekt von Basel-Stadt, um Baselland zu helfen? Es ist ein Gewinn für beide Kantone. Die Finanzierung des Basler Klinikums 2 ist ja auch noch nicht sichergestellt. Das Universitätsspital braucht ebenfalls eine höhere Gewinnmarge, um langfristig zu bestehen. Und vor allem braucht es höhere Fallzahlen, um mit den anderen universitären Spitalstandorten konkurrieren zu können. Da können wir Basel-Stadt helfen. Sie haben also nicht das Gefühl, von Basel-Stadt abhängig zu werden? Nein, absolut nicht. Wir werden die Vorschläge, die erarbeitet werden, genau prüfen. Sie müssen die drei erwähnten Ziele erreichen. Wenn das Projekt zu einer finanziellen Mehrbelastung Basellands führen würde, wäre das inakzeptabel. Wann werden Gespräche mit weiteren möglichen Partnern aus dem Schwarzbubenland oder Fricktal geführt? Es war wichtig, erst einmal mit den zwei grössten Spitälern der Region, KSBL und USB, anzufangen. Mit den Gesundheitsdirektoren der Nordwestschweiz sind wir ständig im Dialog, aber wir wollten da nicht vorgreifen, sondern einfach Offenheit signalisieren. Letztlich, wenn sich die Bevölkerung in einem Gesundheitsversorgungsraum bewegt, dann ist es auch sinnvoll, dass man diesen gemeinsam plant. Das haben wir jetzt nachgewiesen.

«Das Kantonsspital wie heute weiterzuführen, wäre nicht mehr tragbar» Herr Weber, ist es für Oberbaselbieter Patienten nicht umständlich, wenn sie gemäss dem heute vorgestellten Plan für kleinere Eingriffe zwingend aufs Bruderholz müssen? Thomas Weber: Heute nehmen auch viele in Kauf, in die Steinenvorstadt nach Basel zu fahren, um ins Kino zu gehen. Wenn man weiss, dass man am Dienstagmorgen um 8 Uhr auf dem Bruderholz für einen Eingriff sein muss, dann wird das kein Problem sein. Es ist planbar. Heute ist es problematischer, man ist in Basel, Liestal oder auf dem Bruderholz zwar auf 8 Uhr eingeschrieben, doch dann kommt ein Notfall rein und man muss stundenlang warten. War es ein Vorteil, dass Sie und Lukas Engelberger beide erst kurz im Amt sind und unbeschwert an die Umwälzungen herantreten konnten? Es ist tatsächlich eine Chance, dass man etwas aus einer Aussensicht anschauen kann, wenn man relativ frisch dabei ist. Man überlegt sich zu Beginn, was für Probleme man angehen muss. Lukas Engelberger und ich sind unabhängig voneinander zu den gleichen Schlüssen gekommen und haben uns dann ausgetauscht. Wir haben die gleiche Grundhaltung, sind grundsätzlich liberal, fördern den Wettbewerb, sind aber auch kostenbewusst. Dass wir frisch dabei sind, gab uns mehr Spielraum, etwas zu ändern. Wie schätzen Sie die Chancen der vorgestellten Lösung auf dem weiteren politischen Weg ein? Wenn wir die drei Ziele optimierte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, eine Dämpfung des Kostenwachstums im Spitalbereich sowie eine langfristige Sicherung der Hochschulmedizin der Region erreichen, dann ist das Konzept tragfähig. Wenn wir aber die Kosten nicht in den Griff bekommen oder der Forschungs- und Universitätsstandort in Gefahr gerät, dann wird es zwangsläufig schwieriger. Stimmt der Eindruck, dass ein Alleingang Basellands schlicht nicht mehr machbar gewesen wäre? Das KSBL mit der heutigen Struktur weiterzuführen, wäre nicht mehr tragbar gewesen. Ohne Kooperationen hätte es eine Redimensionierung geben müssen, ein Gesundschrumpfungsprogramm, das vermutlich zulasten der Qualität an allen drei Standorten gegangen wäre. Hat Baselland zu lang gewartet damit? Die Trends sind schon länger bekannt. Das kann man im Nachhinein immer sagen. Die Verselbstständigung 2012, die Fusion der drei Baselbieter Spitäler sowie die neue Spitalfinanzierung waren eine sehr schwierige Situation. Könnten wir mit dem Wissen von heute das Rad auf 2007 zurückdrehen, würden wir die Weichen vielleicht anders stellen. Aber wir müssen entscheiden, wenn Entscheide zu fällen sind. Jetzt ist ein sehr gutes Zeitfenster. Ist das Ganze letztlich nicht bloss ein Hilfsprojekt von Basel-Stadt, um Baselland zu helfen? Es ist ein Gewinn für beide Kantone. Die Finanzierung des Basler Klinikums 2 ist ja auch noch nicht sichergestellt. Das Universitätsspital braucht ebenfalls eine höhere Gewinnmarge, um langfristig zu bestehen. Und vor allem braucht es höhere Fallzahlen, um mit den anderen universitären Spitalstandorten konkurrieren zu können. Da können wir Basel-Stadt helfen. Sie haben also nicht das Gefühl, von Basel-Stadt abhängig zu werden? Nein, absolut nicht. Wir werden die Vorschläge, die erarbeitet werden, genau prüfen. Sie müssen die drei erwähnten Ziele erreichen. Wenn das Projekt zu einer finanziellen Mehrbelastung Basellands führen würde, wäre das inakzeptabel. Wann werden Gespräche mit weiteren möglichen Partnern aus dem Schwarzbubenland oder Fricktal geführt? Es war wichtig, erst einmal mit den zwei grössten Spitälern der Region, KSBL und USB, anzufangen. Mit den Gesundheitsdirektoren der Nordwestschweiz sind wir ständig im Dialog, aber wir wollten da nicht vorgreifen, sondern einfach Offenheit signalisieren. Letztlich, wenn sich die Bevölkerung in einem Gesundheitsversorgungsraum bewegt, dann ist es auch sinnvoll, dass man diesen gemeinsam plant. Das haben wir jetzt nachgewiesen.

Foto: Kenneth Nars

Aktuelle Nachrichten