Schätze aus dem Kunstmuseum Basel haben sich in Madrid als wahre Publikumsmagnete erwiesen. Allein zwei Ausstellungen im Museum Reina Sofia lockten mit rund 170 Werken innerhalb von sechs Monaten rund 550'000 Besucherinnen und Besucher an.

Die noch bis zum kommenden Montag dauernden Ausstellungen zählen damit zu den meistbesuchten im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, wie das Kunstmuseum Basel am Freitag mitteilte. Eröffnet worden waren die Ausstellungen mit Werken renommierter Künstler wie Kandinsky, Giacometti, Klee oder Richter Mitte März durch die spanische Königin Letizia.

Die Austellung "Fuego blanco" (Weisses Feuer) umfasst 110 Werke aus der Öffentlichen Kunstsammlung Basel aus den vergangenen 150 Jahren. Dazu kommen in der Ausstellung "Modernidad" (Moderne) rund 60 Werke der Privatsammlungen von Karl Im Obersteg und Rudolf Staechelin, die ab Oktober in der Philipps Collection in Washington gezeigt werden.

Gauguins "Nafea" letztmals öffentlich zu sehen

Die Ausstellung mit Werken der beiden Sammlungen dürfte in den USA auch deshalb für Aufsehen sorgen, weil dort zum letzten Mal das Ölgemälde "Nafea faa ipoipo" ("Wann heiratest du?") öffentlich zu sehen sein wird.

Das Werk des französischen Spätimpressionisten Paul Gauguin aus der Sammlung Staechelin gilt als das teuerste Kunstwerk der Geschichte. Es war im Februar verkauft worden - laut Medienberichten für etwa 300 Millionen US-Dollar.

Parallel zu den Ausstellungen im Reina Sofia lief im Museo Nacional del Prado in Madrid die Schau "10 Picasso del Kunstmuseum Basel". Bestaunt wurden diese Werke von rund 1,4 Millionen Besucherinnen und Besuchern, wie das Kunstmuseum schreibt.

Ins vorübergehende spanische Exil geschickt wurden die kostbaren Werke aus Basel, weil das Kunstmuseum aus Sanierungsgründen seit Februar geschlossen ist. Die Wiedereröffnung im April 2016 fällt zusammen mit der Einweihung des Erweiterungsbaus, der derzeit realisiert wird.