Messe-Neubau
Messe-Neubau: Die aufgeräumteste Baustelle weit und breit

Anfang September begannen die Bauarbeiter mit der Vormontage des Stahlbaus des Fassadenfachwerkes für den Messe-Neubau. In zwei Wochen wird der komplette Stahlbau stehen.

Muriel Mercier
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Messeplatzneubau in Basel
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Messeplatzneubau in Basel
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Messeplatzneubau in Basel

Kenneth Nars

Dafür, dass er zurzeit mit Abstand die grösste Baustelle in Basel ist, macht der Messeplatz einen ordentlich aufgeräumten Eindruck. Muss er auch, denn die Baufläche wurde für diese Woche zweigeteilt, um für das Publikum der Technologiemesse Ineltec einen Weg zur Halle 1 frei zu halten. Nun stehen die unzähligen grossen und kleinen Bagger auf engstem Raum aneinander. Neben ihnen liegen rostrote Stahlträger, gelbe Container oder Holzbalken. «Es muss hier unbedingt ordentlich sein, damit die Koordination funktioniert», betont Philipp Sichtling, der als Baukoordinator immer den Überblick über die Baustelle haben muss.

Der Zeitplan ist knapp, wie Sichtling immer wieder betont. Waren Anfang August erst die Krater für die für die Verankerung der Überbauung notwendigen Betonkerne der neuen Messehalle ausgehoben (bz berichtete), ragen diese heute in voller Grösse von 30 Metern in die Höhe. Anfang September begannen die Bauarbeiter mit der Vormontage des Stahlbaus des Fassadenfachwerkes am Riehenring. Ebenfalls fertiggestellt ist die vorübergehende Blechfassade der Halle 3, die gegenüber der Halle 1 liegt und in der jedes Jahr ein Teil der Herbstmesse stattfindet. Die Fassade wurde bereits jetzt renoviert, damit sie für die Messebesucher der Swissbau im Januar 2012 und der Baselworld im April einigermassen ansehnlich ausschaut. Die Fassade der Halle 1 wird zu diesem Zeitpunkt noch so erscheinen, wie sie es heute tut: in rotem Backstein.

Stahlbau auf 30 Meter Höhe

In den nächsten zwei Wochen wird sich das Bild des Messeplatzes erneut komplett ändern. Ziel ist nämlich, dass bis Mitte Oktober der Stahl- und Elementebau des mittleren Gebäudes auf 30 Meter Höhe steht. Das heisst: Der Stahlbau wird in den kommenden Tagen vom Riehenring aus in Richtung Messeplatz vorangetrieben. Auf Ende Jahr soll der Mittelbau sogar fertig sein. «Dass der Mittelbau zuerst stehen muss, ist mühsam», erklärt Sichtling. Das müsse aber sein, damit in Basel die Veranstaltungen in den Messehallen – Avo Session, Herbstmesse, Baselworld – problemlos durchgeführt werden können. «Normalerweise brechen wir vor einem Neubau zuerst immer alle Gebäude ab», sagt der Baukoordinator. Nun mussten die Arbeiter darauf achten, dass die angrenzenden Häuser – unter anderen die rote Halle 1 – keine Risse abbekommen.

Nun steuert ein Lieferwagen auf die Abschrankung vor der Baustelle zu. Der Fahrer muss sich im Logistikcontainer registrieren lassen, bevor er auf den Platz fahren darf. Dies sei Pflicht für jeden, sagt Sichtling. «Wir müssen aus Sicherheitsgründen wissen, wie viele Arbeiter und wie viel Material sich auf der Baustelle befinden», erklärt er. Verlässt jemand den Platz, muss er sich abmelden. Im Durchschnitt seien 80 Bauarbeiter vor Ort. «Es waren auch schon über 180 und ab jetzt bis Mitte Oktober werden rund 400 Arbeiter hier sein.»

Für die im Messe-Neubau involvierten Unternehmen sei dieses Projekt eine grosse Herausforderung. «Kein Unternehmen hat bisher so etwas getan. Damit meine ich nicht die Grösse des Projektes, sondern unter welchem Zeitdruck der Bau entstehen muss», betont Sichtling.