Basel
Messe Schweiz erzielt Rekordumsatz dank neuen Hallen und Expansion

Die Messe Schweiz (MCH Group) hat 2013 einen Rekordumsatz von 472,6 Millionen Franken erzielt. Das sind 21,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte - trotz Neubaukosten.

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Wesentliche Erfolgsfaktoren seien die Uhren- und Schmuckmesse «Baselworld», die Kunstmesse «Art Basel» in Basel, Miami Beach und Hongkong sowie das Standbaugeschäft gewesen. (Archiv)

Wesentliche Erfolgsfaktoren seien die Uhren- und Schmuckmesse «Baselworld», die Kunstmesse «Art Basel» in Basel, Miami Beach und Hongkong sowie das Standbaugeschäft gewesen. (Archiv)

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Der Konzerngewinn kletterte um 11,3 Prozent auf 30,5 Millionen Franken. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg gar um 23,8 Prozent auf 80 Millionen Franken. Getrübt wurde das Ergebnis durch das negative Finanzergebnis - dieses fiel mit -5,1 Millionen Franken noch schlechter als im Vorjahr (-1,9 Millionen Franken) aus. Doch unter dem Strich habe dennoch ein «sehr erfreuliches Geschäftsergebnis» resultiert, schreibt die MCH Group.

Wesentliche Erfolgsfaktoren seien die Uhren- und Schmuckmesse «Baselworld», die Kunstmesse «Art Basel» in Basel, Miami Beach und Hongkong sowie das Standbaugeschäft gewesen. Die beiden weltweit führenden Basler Messen fanden in teils neuen Hallen statt; MCH führte dabei ein neues Preissystem ein und bot Dienstleistungen an.

Schub mit neuen Hallen

Die guten Erträge hätten die höheren Abschreibungen und den grösseren Finanzaufwand für den Hallenneubau in Basel sowie ein zyklisch schwächeres Messejahr 2013 - ohne Swissbau - mehr als ausgeglichen. MCH verweist zudem auch auf den Bedarf von Ausstellern nach neuen Stände wegen den neuen Messehallen.

70 Prozent des Betriebsertrags erzielte der MCH-Konzern mit seinen 28 Eigenmessen und vier Joint Ventures; das waren insgesamt 330,6 Millionen Franken. Von diesen Anlässen fanden 13 in Basel statt, 10 in Lausanne, 6 in Zürich, 2 in Miami Beach und eine in Hong Kong.

Letztere veranstaltete MCH zum zweiten Mal, respektive erstmals unter dem Art Basel-Label. Dazu kamen diverse Gastmessen an den Schweizer Standorten.

Mit 113,6 Millionen Franken stammte fast ein Viertel (24 Prozent) des Betriebsertrags aus dem weiter gewachsenen Geschäftsfeld Event Services. Dazu gehört die Eventagentur Rufener, die Standbaufirma Expomobilia und die Veranstaltungstechnikfirma Winkler Multi Media Events.

Öffentliche Hand ohne Aktienmehrheit

Investiert hat MCH im vergangenen Jahr noch 54,8 Millionen Franken, nachdem es 2012 198,8 Millionen Franken waren - der 430-Millionen-Neubau über dem Basler Messeplatz war pünktlich zur letztjährigen «Baselworld» im April fertig geworden.

Den Aktionären soll wiederum eine Dividende von 5 Prozent ausgeschüttet werden, also 50 Rappen pro Anteil. Der Kurs der MCH-Aktie ist gemäss der Mitteilung im vergangenen Jahr um 9,3 Prozent auf 59,55 Franken gestiegen. Am Dienstagmorgen wurde die Aktie für 60,55 Franken gehandelt.

Hauptaktionär der MCH Group ist mit einem Anteil von 33,5 Prozent der Kanton Basel-Stadt. Am Unternehmen beteiligt sind auch der Kanton Basel-Landschaft sowie Stadt und Kanton Zürich. Insgesamt hält die öffentliche Hand am Konzern 49 Prozent. Zur Gruppe gehören neben der Messe in Basel auch jene in Zürich und Lausanne sowie mehrere Event Service-Gesellschaften.