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Miami Beach ist die dritte Partnerstadt

Von Herzog & de Meuron in Miami Beach gebautes Parkhaus.  Keystone

Von Herzog & de Meuron in Miami Beach gebautes Parkhaus. Keystone

Nun nimmt die Städtepartnerschaft zwischen Basel und Miami Beach Gestalt an: Während der Art Basel im Juni werden Basel und Miami Beach ein Memorandum of Understanding unterschreiben.

Matti Herrera Bower, Bürgermeisterin von Miami Beach, verkündete die Städtepartnerschaft mit Basel im Dezember bei der Eröffnung der «Art Basel Miami Beach» vor Dutzenden von Presseleuten. Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels dankte, die Kultur-Journalisten applaudierten artig und wandten sich ihrem Metier zu. Die Städtepartnerschaft ging im Kunstmarkt-Klatsch unter. Doch nun nimmt sie Gestalt an: Während der Art Basel im Juni werden Basel und Miami Beach ein Memorandum of Understanding unterschreiben. Und während der Art Basel Miami Beach im Dezember unterzeichnen sie den Partnerschafts-Vertrag.

Kontakt lief über Kunstmessen

Für Basel ist dies nach Schanghai und Boston die dritte Städtepartnerschaft. Während die ersten beiden sich um die Achse Life Sciences drehen, steht bei Miami Beach der Messe- und Kunststandort Basel im Vordergrund: Die von Messe Schweiz aufgezogene Art Basel Miami Beach hat sich rasch hinter der Art Basel als weltweit zweitwichtigste Kunstmesse etabliert. Messe Schweiz betreibt das Kongresszentrum Miami Beach. «Und wir nutzen die Art Basel Miami Beach als Vehikel, amerikanischen Unternehmen zu vermitteln, dass Basel ein guter Standort für den Markteinstieg in Europa ist», erklärt Michael Bertram, stellvertretender Geschäftsführer BaselArea.

Umwelttechnik sucht Märkte

«Miami ist für uns als Tor zu Lateinamerika ein strategischer Zielmarkt», betont Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing Basel-Stadt. Die Partnerschaft ziele nicht nur auf das relativ kleine Miami Beach, sondern auf die Millionen-Agglomeration Miami und Florida insgesamt. Auch auf Schweizer Seite geht es nicht um eine Partnerschaft des Stadtkantons allein. «Für uns ist es selbstverständlich, dass Standortförderung nicht an der Kantonsgrenze aufhört», betont Horvath.

Parallel zur offiziellen Delegation war eine von BaselArea organisierte Wirtschaftsdelegation vor Ort, die unter dem Motto «Swiss Technology for Green Buildings» den Markt für Schweizer Umwelttechnik auslotete. So stellte Isaac Reber als Vertreter von Energie Zukunft Schweiz das Baselbieter Programm «100 jetzt» vor. Mit JRG (Sissach), KIWI Systemingenieure (Liestal), der F.E.E. Schweiz AG (Allschwil) waren Baselbieter Firmen für Gebäudetechnologie mit von der Partie. Michael Bertram, stellvertretender Geschäftsführer BaselArea, stellt fest: «In den USA besteht enormer Nachholbedarf bezüglich Energieeffizienz und Umwelttechnik.» Dass man in Florida Kunden finden kann, stellen Herzog & de Meuron nicht zuletzt mit dem Bau des neuen Kunstmuseums Miami unter Beweis.

Keine Einbahnstrasse

«An der Art Basel Miami Beach 2005 hatten wir erste Kontakte mit der Wirtschaftsförderung des Staates Florida. Im selben Jahr kam eine Life Sciences Delegation aus Florida nach Basel, angeführt vom damaligen Gouverneur Jeb Bush. Im folgenden Jahr gingen wir dann mit einer Basler Life-Sciences-Delegation nach Miami. 2009 folgte ein von BaselArea organisiertes Panel zu Architektur und Stadtentwicklung», berichtet Bertram als Wirtschaftsförderer. Und Hans-Peter Wessels hält fest: «Die Städtepartnerschaft formalisiert auf politischer Ebene eine bereits länger bestehende enge Beziehung Basels zu Miami Beach.»

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