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Millionen für den Tempel: Wie sich Scientology finanziert

Scientologen spendeten Millionen für den Basler Tempel. Das Bauwerk bezahlten Sektenmitglieder, die sich so einen höheren Status erkaufen. Schwieriger als die Finanzierung ist es für die Sekte, im Quartier Fuss zu fassen.

Corsin Zander
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Visualisierung des Gebäudes an der Burgfelderstrasse nahe Luzernerring.

Visualisierung des Gebäudes an der Burgfelderstrasse nahe Luzernerring.

HO

Die neue Kirche der Scientology soll prunkvoll werden. Dies lässt sich die Kirche so einiges kosten. Wie Recherchen der «Schweiz am Sonntag» zeigen führte Scientology in den letzten fünf Jahren diverse Spende-Events durch. Wer genügend Geld gab, konnte sich so einen höheren Status erkaufen. Für den zweithöchsten Status des «New Civilization Builder» hat der Präsident der Basler Scientologen «mehrere hunderttausend Franken» bezahlt, wie er gegenüber der «Schweiz am Sonntag» sagt. Insgesamt spendeten rund 900 Scientology-Mitglieder Geld. 39 davon bezahlten so viel, dass sie mit ihrem jeweiligen Status auf einer «Honor Roll» aufgeführt wurden. Derweil möchte die Sekte mit einem Flyer im Quartier ihr Image aufbessern. Dabei stösst sie auf wenig Verständnis. So sagt Marcel Rünzi, Vorstandsleiter des Neutralen Quartiervereins Kannenfeld und Präsident der örtlichen Pfarrei St. Anton: «Scientology wird keineswegs mit offenen Armen empfangen.» Man werde «wachsam sein und die Aktivitäten der Scientologen genau beobachten», sagt Rünzi der «Schweiz am Sonntag».

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