Rheinschwimmen
Mit «Bachapp» kommst du sicher den Fluss runter

Die Freude auf den Rheinschwumm wird vom zu kalten Wasser wieder zunichte gemacht - solche Situationen müssen in Zukunft nicht mehr passieren. Drei Basler haben eine App entwickelt, die dem Nutzer in Echtzeit alles rund um den Rhein verrät.

Sarah Serafini
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Die «Bachapp» ist einfach und übersichtlich gestaltet.

Die «Bachapp» ist einfach und übersichtlich gestaltet.

Martin Töngi / zvg

Die Idee kam letzten Sommer: Tizian Hösch war mit Arbeitskollegen auf dem Weg zum Rhein für einen Mittags-Schwumm. Beim Fluss angekommen, bemerkte Hösch, dass es ihm doch noch ein wenig zu kalt zum Schwimmen war. 16 Grad zeigte das Thermometer. Um in Zukunft solche Situationen zu vermeiden, konstruierte der Informatiker ein Handyprogramm, mit dem er jederzeit die Temperatur des Rheins nachschauen konnte. Bequem rief er dann jeweils die App auf und entschied erst danach, ob er den Gang zum Fluss antreten sollte.

Jetzt hat Hösch die Idee zusammen mit seinen Kollegen Frederik Weber und Andreas Stebler perfektioniert und für alle zugänglich gemacht. Das Resultat heisst «Bachapp» und lässt sich kostenlos auf jedes Android- und iOS-Gerät herunterladen.

Praktisch dank Symbolen

Schön gestaltet ist sie, die App: Dunkelblauer Hintergrund, weisse Schrift; klar, übersichtlich, nutzerfreundlich. Sanft bewegen sich die Wellen des Rheins über den Bildschirm. Die Startseite besagt: Der Rhein ist derzeit 17,5 Grad kalt. Die Luft ist ein paar Grad wärmer, wie sich mit einem einfachen Fingertippen feststellen lässt.

Einen Klick weiter landet man auf einer Karte, die das Gebiet zwischen der Schwarzwaldbrücke und der Dreirosenbrücke zeigt. Unterschiedliche Symbole weisen dem Nutzer den Weg zu Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten, zu Duschen, Restaurants, Bars, Clubs, Brücken, Fähren und zu Orten, wo man Wickelfische kaufen kann. Die Karte kann man heranzoomen und auf die jeweiligen Symbole tippen und schon erhält man genauere Informationen dazu. Auf einer Webcam kann die momentane Wetterlage mitverfolgt werden, und unter den Schwimmregeln bekommen die App-Nutzer eine Wegleitung für das sichere Schwimmen im Rhein.

Am Donnerstagnachmittag war das App seit 70 Stunden im Netz und bereits über 1200 Mal heruntergeladen worden. «Wir sind baff», sagt Hösch. «Für ein App, das stark in der Region verankert ist, ist das sehr viel.»

Seit letztem September hat der 21-Jährige mit seinen zwei gleichaltrigen Freunden an dem Projekt gearbeitet und vor drei Wochen fertiggestellt. Alle drei arbeiten hundert Prozent und tüfteln neben ihren Jobs an Apps herum. Manchmal bekommen sie auch Anfragen von Kunden und entwickeln benutzerdefinierte Apps. Dafür haben sie die Firma «AppLab» gegründet. Falls dann neben Job und Nebenjob noch Freizeit bleibt, programmieren sie Apps für sich selbst, nur so zum Spass. Aus der einen oder anderen Idee entstehen dann Projekte, wie dasjenige der «Bachapp».