Ändstraich
Mit dem Ändstraich geht die Basler Fasnacht zu Ende

Die drey scheenschte Dääg sind in diesem Jahr Geschichte. Gestern verklangen die letzten Töne von den Cliquen und Guggen. Punkt vier Uhr übernahm die Stadtreinigung das Zepter in der Basler Innenstadt.

Muriel Mercier
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Abschied von der Fasnacht:

Abschied von der Fasnacht:

Kenneth Nars

Schönes Fasnachtswetter erleichtert Stadtreinigung die Arbeit

Statt der erwarteten rund 300 Tonnen Abfall kamen an allen drei Fasnachtstagen nur rund 240 Tonnen zusammen. Zudem ging die Arbeit am Donnerstagmorgen dank dem schönen Fasnachtswetter schneller vonstatten.

Das geringere Gesamtgewicht geht darauf zurück, dass die «Räppli» und anderen Abfälle trocken waren, wie Alexander Isenburg, Leiter der Stadtreinigung im Basler Tiefbauamt, auf Anfrage sagte. Auch in den letzten Jahren habe es bei trockenem Wetter 200 bis 250 Tonnen Abfall gegeben, bei Regen indes eine um den Faktor 1,5 grössere Menge.

Die Reinigung am Donnerstag ab vier Uhr früh sei zudem schneller verlaufen, sagte Isenburg weiter. So habe man auch Laubbläser einsetzen können, da die «Räppli» trocken waren. Der Barfüsserplatz etwa sei schon nach einer halben Stunde praktisch gereinigt und um 5 Uhr geschwemmt gewesen; in andern Jahren habe das länger gebraucht.

An der sogenannten Fasnachtsendreinigung am Donnerstagmorgen waren gemäss einer Mitteilung der Stadtreinigung 231 Mitarbeitende mit 104 Fahrzeugen und 118 Besen beteiligt. An den Fasnachtstagen war die Stadtreinigung zudem auch am Cortège und danach sowie am Dienstag- und Mittwochmorgen ab 4 Uhr auf Reinigungstour gewesen. (sda)

Die Fasnacht-Fans hielten bis zum Ändstraich durch. Vor der Safran-Zunft sorgte das Publikum ein letztes Mal für ein dichtes Gedränge. Um 3:55 dann bog der Stamm der Basler Bebbi vom Marktplatz in die Gerbergasse ein und versammelte sich vor dem Restaurant zum letzten Marsch in diesem Jahr.

Müllabfuhr stürmt Innenstadt

Pünktlich mit dem Glockenschlag um vier Uhr verstummten die Instrumente und sofort nahmen Lastwagen der Müllabfuhr die Innenstadt in Beschlag. Sie verschlangen gnadenlos sämtlichen Abfall auf der Strasse, Bagger luden Räppli und Pet-Flaschen auf ihre Schaufeln, und die Strassenwischer fegten den Asphalt frei.

Die Strassen sind nun leer und nicht viel bleibt mehr übrig von der Fasnacht, ausser die schönen Erinnerungen und die Vorfreude aufs nächste Jahr.