Für seine Kurzstreckenflüge hat Air France die neue Marke Hop geschaffen, mit der sie jetzt auch gemeinsam nach aussen auftritt. Mit knapp 100 Flugzeugen und im Sommer 2015 total 130 Destinationen befördert Hop/Air France 13 Millionen Passagiere. Seit Ende März hat die Compagnie eine neue Internetseite geschaffen, die übersichtlich die verschiedenen Preiskategorien auflistet.

Ab 49 Euro nach Paris

Lionel Guérin, Direktor der Fluggesellschaft, stellte das Angebot gestern bei einer Medienkonferenz auf dem Euro-Airport (EAP) vor. Für Passagiere aus dem Raum Basel sind die Flüge nach Paris interessant, die ab der einfachsten Kategorie für einen Weg ab 49 Euro kosten; also günstiger als die TGV-Verbindung Basel-Paris sein können. Je nach Datum liegen die Preise aber auch erheblich höher. Wer früh genug bucht, kann wie bei den Billigfliegern einen sehr günstigen Flug ergattern.

Hop fliegt vom EAP dreimal am Tag Paris Orly und viermal am Tag Paris Charles de Gaulles an – von dort starten die Langstreckenflüge, die ab EAP teilweise von bis zu 25 Prozent Kunden aus der Schweiz genutzt werden. Sehr gut angenommen wird auch die Verbindung nach Amsterdam, ein weiterer grosser Hub, den Air France durch seinen Partner KLM ab EAP anbietet.

Ausserdem fliegt Hop vom EAP noch zweimal am Tag nach Lyon – ein Angebot, das allerdings schlecht läuft und gerade um einen Flug am Tag reduziert wurde. Der Grund dafür sei, dass es kaum Umsteigepassagiere für diese Destination gebe, hiess es bei Hop.

2014 hat die Fluggesellschaft mit 430 000 Passagieren fünf Prozent eingebüsst und transportiert selbst zusammen mit KLM nur noch 4,6 Prozent der Passagiere auf dem EAP. Für Hop/Air France liegt der Anteil sogar nur bei 3 Prozent. Die nächsten drei Jahre sei die Compagnie mit Umstrukturierungen beschäftigt, kündigte Guérin an und zeigte deshalb auch keinerlei Interesse, die Destination London City, die Swiss im Mai aufgibt, zu übernehmen. (psc)