Seit Jahren tritt der Euroaiport als Streitfall bei der Rechtsfrage in Erscheinung. Der Flughafen ist halb schweizerisch und halb französisch, steht jedoch auf französischem Boden. Diese Ausnahmesituation führt zu einer rechtlichen Grauzone.

Nun steht die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen den beiden Staaten bevor. Die Gewerkschaften wurden ebenfalls einbezogen.

Die Gewerkschaft  «GATA: SEV Aviation» verlangt eine Ergänzung dieses Abkommens. «Es fehlt ein wesentlicher Punkt: Nur eine Gesamtarbeitsvertragspflicht für die beteiligten Unternehmen garantiert einen sozialen Standard, der auch dem französischen Arbeitsrecht genügt», erläutert Philipp Hadorn, Gewerkschaftssekretär SEV. «Erfahrungen zeigen, dass ohne diese Pflicht die bisherigen Absichtserklärungen der Unternehmen nicht zum Ziel führten. Mehrere betroffene Unternehmen weigerten sich, mit den Sozialpartnern vertraglich geregelte kollektive Arbeitsverträge zu verhandeln», ergänzt er.

Mit Schweizer Recht in die Zukunft

Das Ziel dieser Vereinbarung ist es, endlich eine Antwort auf die Rechtsfrage am Euroairport zu finden. Obwohl traditionell Schweizer Recht Anwendung fand, entschied kürzlich ein französisches Gericht, dass dieser Sektor dem französischen Recht unterliege.

Der gleichwertige Schutz der Arbeitnehmenden soll beim Produkt Voraussetzung sein, was durch Andwendung des Schweizer Gesetz gesichert sei. Dies teilte die Gewerkschaft in ihrem offiziellen Schreiben mit. (agt)