SRG

Mit dem neuen Standort kommt das Fernsehen zurück nach Basel

2019 sollen die ersten Beiträge aus dem Meret-Oppenheim-Hochhaus gesendet werden.

2019 sollen die ersten Beiträge aus dem Meret-Oppenheim-Hochhaus gesendet werden.

Spätestens 2019 sollen die ersten SRG-Beiträge aus dem Meret-Oppenheim-Hochhaus gesendet werden. Die SRG lässt sich den Ausbau von 8000 Quadratmetern im Neubau von Herzog & de Meuron rund 22 Millionen kosten.

Radio, Fernsehen, Online – dies alles wird am neuen SRG-Standort im Meret-Oppenheim-Hochhaus am Bahnhof SBB Platz finden. Am Mittwochabend stellte die Genossenschaft SRG Region Basel an ihrer Generalversammlung die aktualisierten Pläne zum Einzug in den von den SBB geplanten Neubau aus der Feder von Herzog & de Meuron vor. Dort soll für die nächsten 20 Jahre der Hauptsitz der SRG-Abteilung Kultur mit allen Redaktionen und Produktionseinheiten sein.

Im Erdgeschoss ist unter anderem ein Auditorium für verschiedenste Anlässe sowie für die Aufzeichnung von Sendungen mit Publikum geplant. Vorstellbar sei etwa, dass der Literaturclub dort aufgenommen wird, so René Schell, Gesamtprojektleiter des neuen Standorts. Auch Platz für das Aufzeichnen von Hörspielen und für eine für die Öffentlichkeit zugängliche Kaffeebar sollen im Parterre vorhanden sein.

Vom Herzstück zum Fernsehstock

Das erste Obergeschoss bezeichnet Schell als «Herzstück». Es soll vor allem den Newsroom für Radio, Fernsehen und Online sowie Fachredaktionen beherbergen. Das zweite Obergeschoss werde intern als «Musikstock» bezeichent. Dort ist das Radio zu Hause. Das dritte Obergeschoss sei dann der «Fernsehstock», wo unter anderem die Redaktionen von Kulturplatz, Einstein und Netz Natur untergebracht werden. Damit kehrt, wie die SRG schreibt, «das Fernsehen zurück nach Basel».

Insgesamt entstehen so rund 285 Arbeitsplätze auf 8000 Quadratmetern. Für den Innenausbau will die SRG rund 22 Millionen investieren. Genaue Zahlen liegen noch keine vor, da die Detailplanung noch nicht abgeschlossen ist.

2019 gehts los

Zurzeit geht die SRG davon aus, im Oktober 2017 mit dem Innenausbau beginnen zu können. Gut ein Jahr später soll mit dem Umzug gestartet werden. Dieser findet gestaffelt statt, da nicht nur die Redaktionen vom Bruderholz Richtung Bahnhof SBB ziehen, sondern auch viele aus den Zürcher SRG-Räumlichkeiten. Anfang 2019 sollen die ersten Beiträge vom neuen Standort aus gesendet werden.

Die Gebäude am alten Standort an der Novastrasse hätten in den nächsten Jahren einer erheblichen Sanierung in zweitselliger Millionenhöhe unterzogen werden müssen. Nun sollen sie abgerissen werden. Die SRG Region Basel möchte nach dem Wegzug von SRF mit dem Grundstück auf dem Bruderholz einen anhaltenden Ertrag erzielen. Ein Entwicklungsprojekt soll zeigen, wie dies am besten möglich sein wird. Der Verkaufswert der Bauparzelle liegt bei rund 12,5 Millionen.

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