Infomesse
Mit Kinderwagen in die Markthalle

Über 40 Institutionen, die sich der Elternhilfe verschrieben haben, stellen ihr Angebot in der Markthalle vor. Die Veranstalter sind dieses Jahr auf grossen Andrang vorbereitet.

Michel Zumoberhaus
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Anstatt Essen dominieren am Samstag Kinderwagen die Markthalle.

Anstatt Essen dominieren am Samstag Kinderwagen die Markthalle.

Martin Töngi

Sich Hilfe ausserhalb der Familie zu holen, das ist für Eltern oft eine grosse Überwindung. Die Spannungen im Familienleben können eine Familie jedoch früher oder später auseinanderreissen. Dieser Überforderung möchte der Kanton entgegenwirken. Die Abteilung Jugend- und Familienförderung des Erziehungsdepartements und die medizinischen Dienste des Gesundheitsdepartements organisieren zum zweiten Mal eine Infomesse für Eltern von Kleinkindern. «Die Angebote sind letztes Jahr auf sehr grosses Interesse gestossen. Wir wollen vor allem Kinder und Eltern erreichen, die in benachteiligten Verhältnissen leben»», sagt Anastasia Planta, Koordinatorin frühe Förderung. Verschiedene Beratungsstellen konzentriert an einem Ort, in der Markthalle, werden ihre Angebote im direkten Dialog vorstellen.

Eltern von Kindern zwischen null und vier Jahren haben die Gelegenheit sich über Themen wie Betreuung, Erziehung, Elternbildung, Gesundheit und Bewegung zu informieren. Der Andrang war im letzten Jahr so gross, dass es für Eltern mit ihren Kinderwagen äusserst eng wurde. «Darauf waren wir nicht vorbereitet. Nun haben wir aber fast die ganze Halle zur Verfügung», so Planta, die wieder mit über 300 Besuchern rechnet.

Teile eines Helfersystems

Die Messe bietet eine ideale Vernetzungs- und Austauschplattform. «Die Vernetzung mit anderen Fachstellen ist äusserst wichtig, damit die Angebote für Familien lückenlos gestaltet werden können», erklärt Cornelia Conzelmann, Präsidentin des Vereins Elternhilfe, welcher ebenfalls mit einem Stand vertreten sein wird. Dieses Helfersystem aus über 40 Beratungsstellen ist auch für Fachpersonen aus den Tagesheimen, den Spielgruppen oder anderen Institutionen der frühen Förderung gedacht. Auch Versicherungen haben sich plötzlich bei Planta gemeldet und nachgefragt, ob auch ihre Angebote auf dieser Plattform Platz hätten. Versicherungen wären dieses Jahr keine mit dabei. Nun sind jedoch nicht nur vom Kanton finanziell unterstützte Beratungsstellen vor Ort, wie das das letzte Jahr der Fall war, sondern auch andere Institutionen, die Auskunft in der frühen Förderung geben können.

Damit es den Kindern nicht langweilig wird, bietet das Bewegungsprojekt «miniMove» ein Begleitprogramm. Daneben gibt es weitere Spielmöglichkeiten wie Schminken, eine Bücherecke oder eine Rutschbahn.

Nachhaltige Aufmerksamkeit

Diese Plattform möchte der Kanton laut Planta nachhaltig etablieren und das Ziel verfolgen, die Leute weiterhin über die Existenz dieser Hilfen aufmerksam zu machen. «Die erste Infomesse hat bewiesen, dass es etwas bringt», sagt Planta.

Für Eltern, die kein Deutsch sprechen, werden Führungen in Albanisch, Arabisch, Englisch, Tigrinya, Türkisch, Spanisch und Portugiesisch durchgeführt.

Diesen Samstag findet die Infomesse zwischen 10 und 14 Uhr in der Markthalle statt. Der Eintritt ist kostenlos.

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