Am Centralbahnplatz 6 könnte bald ein neues Fastfood-Lokal entstehen. Dem aktuellen Kantonsblatt ist zu entnehmen, dass das Unternehmen SUB AG, welches für die Subway-Filiale am Fischmarkt verantwortlich ist, ein Baugesuch eingereicht hat. Gut möglich, dass bereits im Herbst ein neuer Laden für Sandwiches entsteht.

«Wir stecken noch sehr in den Kinderschuhen bei diesem Projekt. In drei Monaten werden wir genauer wissen, wann wir das Lokal eröffnen können», sagt Manuel Alvarez, der Lizenznehmer für die neue Filiale. Bereits wird allerdings Personal rekrutiert, das hinter den Tresen des Schnellimbisses stehen kann. Verläuft alles nach Plan, könnte der Laden im November oder Dezember seine Türen öffnen.

Subway befindet sich auf Expansionskurs: In Basel ist der amerikanische Konzern schon im Stücki Center, im St. Jakob Park und seit vergangenem Jahr eben am Fischmarkt vertreten. Dieser Standort lief gemäss Alvarez nicht schlecht an: «Es läuft gut. Vom Bahnhofplatz versprechen wir uns aber noch mehr.»

Neuer Fast Food Gigant?

Dies unter anderem, weil dort ein völlig neues Konzept in der Planung steckt. Gerüchten zufolge steht eine Zusammenarbeit zwischen Subway und einer weiteren Restaurantkette im Raum, die es bisher in der Schweiz noch nicht gibt.

Über den Kandidaten kann nur spekuliert werden. Zu den Fastfood-Giganten ohne Niederlassungen in der Schweiz zählen Kentucky Fried Chicken, Taco Bell oder Pizza Hut. Letzterer nahm den Hut im Jahr 2004 und schloss die damals bestehenden sechs Restaurants, darunter auch eines in Basel. In Internetforen und sozialen Medien werden immer wieder Stimmen laut, die nach einer Niederlassung dieser Grosskonzerne in der Schweiz fordern.

Basler Wirteverband entspannt

Der Basler Wirteverband steht der geplanten Neueröffnung indes neutral gegenüber. «Der Markt entscheidet über das Angebot», sagt Sprecher Maurus Ebneter. Er rechnet für den Sandwich-Laden gute Chancen aus. «Zum einen läuft die Mitnahme-Verpflegung gerade am Bahnhof sehr gut. Zum anderen bewegt sich Subway in einem Trend, der sich nicht nur in Basel feststellen lässt: Die Systematisierung und das Orientieren an bekannten Marken nehmen generell zu», sagt Ebneter. Als Beispiele dafür wären das Restaurant Vapiano mit einem neuen Standort am Claraplatz oder auch Mr. Wong in der Gerbergasse zu nennen. Ein Problem sei dies nicht, der Verband vertrete nicht nur Individualgastronomen, sondern auch grössere Restaurantketten.

Subway beschäftigt weltweit über 400 000 Mitarbeiter in über 40 000 Restaurants. Ende 2010 hat das Unternehmen damit sogar Burgerbrater Mc Donalds den Rang als grösste Fast-food-Kette abgelaufen. (bro)