Mietautos müssen in der Regel dort abgegeben werden, wo man sie anmietet. Das ist beim neuen Projekt von Mobility nicht mehr nötig: Die Catch-a-Car-Mietautos können überall abgestellt werden, wo die Anwohnerparkkarte gilt, also auch in der blauen Zone. Insgesamt stehen in Basel 26'000 Parkplätze zur Verfügung.

Im ganzen Stadtgebiet stehen nun 100 Catch-Cars der Marke «VW up!» bereit. Für 37 Rappen pro Minute ist man rund um die Uhr mobil, Zwischenstopps kosten 27 Rappen pro Minute. In diesen Preisen ist alles inklusive: Versicherung, Wartung, Reinigung oder Benzin. Das Tanken übernimmt laufend ein spezielles Service-Team. Geschäftsführer Adamo Bonorva sagt selbstbewusst: «Catch-a-Car ist als moderne Mobilitätsdienstleistung perfekt auf die Bedürfnisse von Stadtbewohnern zugeschnitten. Deshalb setzen wir uns zum Ziel, unser Angebot zu einem selbstverständlichen Teil der urbanen Mobilität zu entwickeln.» Wir hoffen, dass wir dadurch dem Trend hin zu autolosen Haushalten noch stärkeren Rückenwind verleihen.»

Rundum Service ist inbegriffen

Sobald man sich für einmalige 25 Franken auf www.catch-a-car.ch registriert hat, kann man einen freien Catch-Car per App oder Website orten und buchen. Nun ist dieser 15 Minuten zum Parktarif reserviert, während die App einen direkt zum Fahrzeug führt. Alternativ ist ein freier Catch-Car auch spontan nutzbar, indem man den QR-Code auf der Windschutzscheibe mit seinem Smartphone scannt. Fahren dürfen die «Members» zeitlich unbegrenzt und wohin sie wollen, sogar ins benachbarte Ausland – solange sie das Auto nach Fahrtende in die Catch-a-Car-Zone zurückbringen und dort auf einem Parkplatz abstellen, für den eine Anwohnerkarte gilt. Diese Zone umfasst das gesamte Basler Stadtgebiet – ohne Riehen und Bettingen.

Wegen der Preisgestaltung ist Catch-a-Car auf Kurzfahrer zugeschnitten. Catch-a-Car ist in Basel als Pilotprojekt ausgelegt. Während zwei Jahren wird das Angebot optimiert und die Effekte auf den innerstädtischen Verkehr durch wissenschaftliche Begleitung festhalten. Danach soll das Modell auf andere Städte ausgedehnt werden. Die Initiatoren gehen davon aus, dass die Autos genügend «gestreut» über die Stadt abgestellt werden. Allenfalls könnten Catch-a-Car-Mitarbeiter die Autos umparken.
Erfahrungen, die mit dieser Art von Autovermietung in anderen Städten gemacht wurden, könnten nicht ohne weiteres auf Basel übertragen werden, sagt Mobility-Sprecher Patrick Eigenmann. In Hamburg wo Hamburg, wo «Car2go» ein ähnliches Produkt anbietet, seien beispielsweise die Distanzen viel grösser, meint er.